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Die besten historischen Romane

Die besten historischen RomaneDie besten Geschichten schreibt das Leben. Und so finden sich unter den Literaturklassikern zahlreiche großartige historische Romane.

Zu den bekanntesten unter den historischen Romanen zählen „Der Name der Rose“ von Umberto Eco oder „Das Parfum“ von Patrick Süskind.

Wer gute Romane mag, die auch literarisch anspruchsvoll sein dürfen, muß nicht unbedingt auf neue Autorinnen und Autoren warten.

Denn  zu den außergewöhnlichsten und spannendsten Werken des Genres „Historischer Roman“ zählen auch zahlreiche Klassiker, die es neu zu entdecken gilt.

Hier stellt der LIWI-Verlag seine Top 7 vor:

  1. Henri Quatre von Heinrich Mann

Die besten und berühmtesten historischen Romane1893 wurde der Grundstein für Heinrich Manns Faszination für den wohl bekanntesten französischen Monarchen gelegt. Doch erst vier Jahrzehnte später, während seiner Zeit im französischen Exil, schrieb der Autor die Geschichte des Henri Quatre nieder und schuf damit seine beiden Meisterwerke. Die Jugend des Königs Henri Quatre erschien 1935, der zweite Band Die Vollendung des Königs Henri Quatre folgte 1938.

Die Bücher sind viel mehr als bloße historische Roman. Heinrich Manns Henri Quatre ist die Verkörperung einer klassenübergreifenden verbindenden Menschlichkeit.

„Er hatte kleine Freunde, die waren nicht nur barfuß und barhäuptig wie er, sondern auch zerlumpt oder halb nackt. Sie rochen nach Schweiß, Kräutern, Rauch, wie er selbst; und obwohl er nicht, gleich ihnen, in einer Hütte oder Höhle wohnte, roch er doch gern seinesgleichen. Sie lehrten ihn Vögel fangen und sie braten. Mit ihnen zusammen buk er zwischen heißen Steinen sein Brot und aß es, nachdem er es mit Knoblauch eingerieben hatte. […] Seine Mutter hatte Henri einer Verwandten und einem Erzieher anvertraut, damit er aufwuchs wie das Volk, obwohl er auch hier oben in einem Schloß wohnte, es hieß Coarraze.“

Henri Quatre als moderner Monarch

Henri Quatre ist kein totalitärer Herrscher, sondern ein moderner, maßvoller und reflektierender Vertreter seines Volkes, der auch Minderheiten und Verfolgte berücksichtigt. Damit entwarf Heinrich Mann eine utopische Gegenüberstellung zu den Strukturen nationalsozialistischer Herrschaft und setzt sich detailliert mit moralischen und ethischen Vorstellungen auseinander.

Darüber hinaus bietet die Lebensgeschichte des französischen Königs spannungsgeladenen Lesegenuss und ist nicht zuletzt eine Hommage Manns an die französische Sprache und Kultur.

Das unbeschwerte Leben des jungen Adeligen Henri von Navarra nimmt ein jähes Ende, als er mit Marguerite de Valois verheiratet wird. Ein gespaltenes Land, Korruption und Intrigen, Gefangenschaft und der Mord an seinem Schwager: Schließlich findet Henri sich als König von Frankreich wieder. Es gelingt ihm, die Glaubenskriege zu beenden. Er gewährt den Hugenotten Religionsfreiheit. Er versucht, einen starken Zentralstaat zu errichten und die Wirtschaft zu stärken. Es sind kluge und weitsichtige Ideen, die er durchsetzen will. Ein Bund europäischer Staaten soll geschaffen werden, um endlich einen langfristigen Frieden zu sichern. Doch immer wieder zeigt sich, dass er mit seinen Überlegungen seiner Zeit voraus ist und dass seine Feinde ihn lieber heute als morgen tot sehen wollen.

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  1. Die Friedensinsel von Max Halbe

Max Halbe - Die FriedensinselMax Halbe führt uns in diesem Werk durch Leben und Wirken einer Schlüsselgestalt der deutschen Literaturgeschichte. Martin Opitz war maßgeblich für die meisten Gattungen der europäischen Renaissance-Literatur und Ausgangspunkt für weitere literarische Entwicklungen bis ins 18. Jahrhundert hinein. Er war Begründer der Schlesischen Dichterschule und nicht nur selbst Poet, sondern auch ein wichtiger Theoretiker des Barocks und des Späthumanismus. Und Max Halbe erweist Martin Opitz von Boberfeld alle Ehre. Mit einer Sprachgewalt, die ihresgleichen sucht, versetzt er den Leser ins Zeitalter des Barocks mit all seinen Licht- und Schattenseiten. Halbe lässt den „Vater der Dichtkunst“ greifbar werden und zeichnet ein lebendiges Bild einer historischen Persönlichkeit. Martin Opitz als Reisender, der sich nach Beständigkeit sehnt. Martin Opitz als klarer Kopf, der sich allzu gerne von der Muse küssen lässt.

Ein Denkmal für den „Vater der Dichtkunst“

„Martin Opitz saß zerstreut am Arbeitstisch seiner Wohnstube im Nigrinusschen Haus. Vor ihm lag eine vor kurzem angefangene Übertragungsarbeit des mittelalterlichen Annoliedes, das er der Gelehrtenwelt in zeitgenössischen deutschen Versen vorzulegen gedachte. Vielleicht bestand doch eine Möglichkeit, daß ihn daraufhin eine der trotz des großen Krieges noch bestehenden Hochschulen deutscher Lande auf einen Lehrstuhl beriefe und so das schwankende Gebäude seines Lebens endlich ein festes und dauerhaftes Fundament erhielte. […] Seine ungesammelten Gedanken schweiften in jene nun schon so ferne Zeit zurück, da ihm die poetischen Floskeln und Tropen mühelos und ganz von selbst, wie die Tinte aus dem Federkiel, auf das Pergament geflossen waren. War er noch des poetischen Handwerks mächtig oder hatte die Muse, die ihm in jungen Tagen gefällig genug gewesen war, ihren Sinn gegen ihn gewandt und ihm den Rücken gekehrt?“

Max Halbe konnte Die Friedensinsel nie vollenden. Der Tod kam ihm dazwischen. Halbe starb am 30. November 1944 kurz bevor er das letzte Kapitel des Romans beenden konnte. Das Werk erschien posthum im Jahr 1945.

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  1. Die vierzig Tage des Musa Dagh von Franz Werfel

Franz Werfel - Die vierzig Tage des Musa Dagh - Vollständige Neuausgabe.Dieses Werk entstand mit dem Ziel, „das unfaßbare Schicksal des armenischen Volkes dem Totenreich alles Geschehenen zu entreißen“, wie Franz Werfel es selbst ausdrückte. Sanft beginnt Werfel Werfels zeitlose Geschichte, doch immer tiefer führt er den Leser in Tragik und Heftigkeit des Genozids an den Armeniern. Die vierzig Tage des Musa Dagh fesseln, erschrecken, berühren.

In einer überragenden Sprache, die ihres Gleichen sucht, präzise und ausführlich und dabei immer spannend schreibt Werfel eine Geschichte, in der es um nichts weniger als das blanke Überleben geht.

Gegen das Vergessen

Im Sommer 1915 wird aus dem Berg Musa Dagh der letzte Zufluchtsort für eine Gemeinschaft von wenigen Tausend Armeniern. Sie suchen Schutz vor der Verfolgung und Ausrottung durch die Türken. Doch sie wollen sich nicht verstecken, sie wollen Widerstand leisten und wenn es das letzte ist, was sie tun. Wir begleiten insbesondere den gutsituierten und westlich geprägten Geschäftsmann Gabriel Bagradian. Gabriel ist gebürtiger Armenier, lebte jedoch jahrelang in Frankreich. Mit seiner französischen Ehefrau hat er sich schließlich wieder in seinem Heimatdorf in Armenien niedergelassen. Eigentlich möchte er hier den Ersten Weltkrieg aussitzen. Doch dann muss er erleben, wie seine Familie und die anderen Dorfbewohner nach und nach ihrer Rechte beraubt werden und schließlich um Leib und Leben fürchten müssen. Gabriel ruft zum Widerstand auf. Er erkennt: Nur im Zusammenhalt der Gemeinschaft kann es Rettung geben.

Die vierzig Tage des Musa Dagh brachten Werfel internationalen Erfolg. Auf einer Reise im Jahr 1929, die ihn von Jerusalem über Kairo nach Damaskus führte, wurde Werfel mit dem Schicksal der Armenier konfrontiert. Der Genozid und das durch diesen über die Armenier gekommene Leid, das noch Jahre später deutlich war, bewegte Werfel stark. Noch während seiner Reise skizzierte er erste Ideen für seinen Roman. Historische Details entnahm er Protokollen des Pariser Kriegsministeriums. Der historisch belegte Widerstand auf dem Musa Dagh unter dem Anführer Moses Der Kalousdian wurde zum Kern der Geschichte.

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  1. Salambo von Gustave Flaubert

Gustave Flaubert - SalamboDieses Werk gehörte zu den wohl umstrittensten seiner Zeit. Schon in seinem Erscheinungsjahr 1862 sorgte es für Begeisterung und Entsetzen gleichermaßen. Und auch heute noch sticht der Roman nicht nur durch die Pracht Flauberts Sprache, sondern auch durch seinen explosiven Inhalt hervor. Wohl in kaum einem anderen Literaturklassiker wird so viel geplündert, zerstört und gemordet. Wohl in kaum einem anderen Roman gibt es so viele Intriganten und Überläufer. Alle menschlichen Niederungen sind hier versammelt. Riesige Heere, Kriegselefanten, Tempel und Paläste erweckt Flaubert zum Leben und schafft eine passende Kulisse für die dramatischen Ereignisse.

Die menschlichen Niederungen

Salambo spielt zur Zeit des Ersten Punischen Krieges in Karthago. Söldnertruppen, die vor keiner Gewalttat zurückschrecken, stacheln eine politische Rebellion gegen die Herrschaft der Stadt Karthago an. Im Hause des karthagischen Heerführers Hamilkar Barkas feiern seine Söldner während der Abwesenheit des Hausherrn ein Siegesmahl. Betrunken und voller Wut über Hamilkar beginnen sie, den Palast zu zerstören. Und als ihnen nach Auszug aus der Stadt klar wird, dass die Karthager nicht vorhaben, ihnen den versprochenen Sold auszubezahlen, beschließen sie, die Stadt zu erobern und – erleben eine blutige Niederlage.

Zwischen dem ersten Keim der Rebellion und ihrem schrecklichen Ende liegt eine „Anthologie von Grausamkeiten“, wie Victor Brombert treffend festhielt. Es gibt Schlachten, Menschenopfer, gebrochene Tabus, religiösen Wahn und sogar Vampirismus. Aber auch eine unerfüllte Liebe. Denn die beiden Anführer des rebellierenden Söldnerheers sind in die schöne Salambo, Tochter des Heerführers Hamilkar, verliebt.

Dieses Werk ist kein Roman für zarte Gemüter. Und gerade das macht es so fesselnd, dass man es kaum aus der Hand legen kann. Und wie schon bei Madame Bovary wird jeder Keim von Romantik erstickt in Flauberts Abwendung von jedweder drögen Bürgerlichkeit. „Je fais du style cannibale“ – „Ich schreibe wie ein Kannibale“, beschreibt Flaubert selbst seinen Stil. Und so sind auch nicht Liebe oder Solidarität die treibenden Kräfte der Handlung von Salambo, sondern irrationale Obsessionen und Besessenheit.

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  1. Marie Antoinette von Stefan Zweig

Stefan Zweig - Marie Antoinette

Heilige oder Hure? – Diese Frage wurde in Bezug auf Marie Antoinette im Laufe der Geschichtsschreibung häufig gestellt. Und Stefan Zweig beantwortet sie auf eine ganz eigene und sehr überzeugende Weise. Nicht umsonst trägt sein biografisches Meisterwerk den Untertitel Bildnis eines mittleren Charakters.

Stefan Zweig zeichnet in seiner Romanbiografie das Bild einer Marie Antoinette, die weder ehrenwerte und um ihr Volk bemühte Königin noch gewissenlose Regentin und treulose Ehefrau ist.

Ein mittlerer Charakter

Maria Antonia Josepha Johanna Erzherzogin von Österreich und Prinzessin von Ungarn, Böhmen und der Toskana wurde 1755 in Wien geboren. Durch ihre Vermählung mit dem französischen Thronfolger Ludwig XVI. wurde sie zur Dauphine und später zur Königin Frankreichs und Navarras. Und sie wurde zu einer der schillerndsten historischen Figuren. Dabei zeigte sie an der Geschichte, die um sie herum geschrieben wurde, keinerlei Interesse und hatte keinerlei eigene Ambitionen. Der Unabhängigkeitskrieg in den Vereinigten Staaten, die Teilung Polens, der Aufstieg Preußens – dies alles zog an der Königin vorüber, die ihr Augenmerk auf ihre eigene kleine Welt und oberflächliche Zerstreuungen legte. Gedankenlos merkte sie kaum, wie sie sich nach und nach alle um sich herum zu Feinden machte. Zeichen ihrer Zeit vermochte sie nicht zu deuten, bemühte sich nicht einmal darum. Und nicht einmal die Mahnungen ihres Bruders nahm sie ernst. Erst in ihrer Zeit in der Conciergerie, nach ihrer Festnahme, scheint sie allmählich aufzuwachen aus einem traumwandlerischen, weltfremden Leben.

Historische Fakten und Beschreibungen von großen und kleinen Ereignissen finden sich zuhauf in diesem detailreichen Werk. Und Zweig schafft es, die vermeintlich unbedeutendsten Geschehnisse derart mit Spannung und Leidenschaft aufzuladen, dass man sich weniger in einer Geschichtsstunde, sondern vielmehr in einem Krimi wähnt. Allein die Geschichte um die berühmte Halsbandaffäre fasst Zweig so vortrefflich in Worte, dass man das Gefühl hat, der Autor wäre selbst dabei gewesen und wir sind es nun mit ihm.

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  1. Die Verlobten von Alessandro Manzoni

Alessandro Manzoni - Die Verlobten1827 entstand die erste Fassung des Romans des italienischen Autors Alessandro Manzoni. Die endgültige Fassung erschien jedoch erst gut zehn Jahre später. I Promessi Sposi – Die Verlobten – erzählt die Geschichte um die jungen Liebenden Renzo und Lucia. Und schon mit seinem Vorwort zieht Manzoni den Leser in seinen Bann. Er verspricht eine wunderschöne Geschichte, die dem Leser nicht unbekannt bleiben soll. Besonders geheimnisvoll sind die Ursprünge dieser Geschichte, behauptet der Autor doch, er habe sie einer „verblichenen und zerkratzten Handschrift“ anonymer Herkunft entnommen. Die Ursprungsschrift sei jedoch so barock erzählt, dass er sie in seine eigenen Worte fassen wolle.

Die Liebe in Zeiten der Pest

Renzo und Lucia sind einander versprochen. Und sie lieben sich von Herzen.  Doch der Gutsbesitzer Don Rodrigos vereitelt immer wieder die Hochzeit der beiden. Schließlich flieht das Brautpaar vor Don Rodrigos und seinen Machenschaften. Es folgt eine lange Zeit der Trennung. Doch schließlich geht Renzo nach Mailand, um Lucia zu suchen. In Mailand ist jedoch gerade eine Pestepidemie überwunden. Und Misstrauen und Feindseligkeit regieren. Daher ist es für Renzo nicht leicht, Auskünfte zum Verbleib seiner Verlobten zu erhalten. Aberglaube, Hysterie und Verschwörungstheorien – es ist erschreckend, welche Parallelen zur Situation während der Corona-Pandemie in Manzonis Werk finden. Und nicht nur diese Tatsache macht es für den heutigen Leser so spannend. Die Behauptung, hier nur die Erzählung eines anderen Wiederzugeben erlaubt es dem Autor, Kommentare und Gedanken zur Handlung und zu historischen Ereignissen einzuflechten, die die Geschichte besonders interessant machen.

Die Verlobten konnte schon Goethe und Umberto Eco begeistern. Das Werk zählt heute zur Weltliteratur und zeugt von der großartigen italienischen Romankunst des 19. Jahrhunderts.

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  1. Radetzkymarsch von Joseph Roth

Joseph Roth - RadetzkymarschDieses Werk ist nicht nur das bedeutendste von Joseph Roth, sondern auch als historischer Roman mehr als beeindruckend. Und kein Geringerer als Marcel Reich-Ranicki zählte den Radetzkymarsch zu den 20 wichtigsten deutschsprachigen Romanen. Darüber hinaus wurde das Werk immer wieder aus der Romanform in Film- und Theaterinszenierungen überführt.

Untergang einer Monarchie

Radetzkymarsch erzählt die Geschichte der Familie Trotta über drei Generationen und verwebt diese Familiengeschichte mit dem Niedergang der Habsburgermonarchie. Ausgesprochen geschickt entwickelt Roth die Charaktere seiner Protagonisten. Drei Generationen der Trotta-Männer stehen im Zentrum des Geschehens repräsentieren unterschiedliche Sichtweisen auf die Welt der k.u.k.-Monarchie und ihren Untergang. Zugleich spiegeln sie den Zustand der Monarchie wider, die sich mehr und mehr in Dekadenz und dem Heraufbeschwören ihrer glorreichen Zeiten verliert. Ist der Großvater noch bereit, für Kaiser und Vaterland sein Leben zu lassen, ist der Enkel dem Glücksspiel und dem Alkohol verfallen und will der Armee entkommen. Auf diese Weise vermittelt Roth ganz nebenbei ein umfassendes Bild der historischen Ereignisse – besser als jedes Geschichtsbuch es könnte. Roths Stimmungsschilderungen sind beeindruckend. Darüber hinaus lässt sich das in den 1930er Jahren entstandene Werk gleichsam als Parabel auf die untergehende Weimarer Republik lesen.

Joseph Roth selbst stand seinerzeit Spalier beim Beerdigungszug von Kaiser Franz Joseph I. Für ihn war der Tod des Kaisers ein Symbol für den Untergang des Habsburgerreichs und kam dem Verlust von Heimat- und Vaterlandsgefühlen gleich. Eine Erschütterung Roths Leben, von der keines seiner anderen Werke so beeindruckend Zeugnis ablegt wie Radetzkymarsch.

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6. Video: Trailer zur Verfilmung von Henri 4 (nach Henri Quatre von Heinrich Mann)

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog