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Georg-Büchner-Preis – Gewinner bis 2023

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Der Georg-Büchner-Preis ist  der bedeutendste Preis für deutschsprachige Literatur.

Benannt ist die Auszeichnung nach dem Dramatiker und Schriftsteller Georg Büchner, dem Autor von Woyzeck und Leonce und Lena.

Was sind die Kriterien für die Preisvergabe?

Der Georg-Büchner-Preis wird jährlich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren verliehen,

„… die in deutscher Sprache schreiben, durch ihre Arbeiten und Werke in besonderem Maße hervortreten und die an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben.“ (Satzung)

Wie hoch ist das Preisgeld für den Georg-Büchner-Preis?

Seit 2002 ist der Preis mit 50.000 € dotiert.

Wer erhält 2023 den Georg-Büchner-Preis?

Der Georg-Büchner-Preis 2023 wird auf der Herbsttagung der Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verliehen.

Wann wurde der Georg-Büchner-Preis ins Leben gerufen?

georg-buechner-preisDer Georg-Büchner-Preis wurde 1923 zum Gedenken an Georg Büchner ins Leben gerufen und wurde nur an Künstler vergeben, die aus Büchners Heimat Hessen stammten oder eng mit ihr verbunden waren.

Er wurde erstmals 1923 verliehen. Zu den ersten Preisträgern gehörten vor allem bildende Künstler, Dichter, Schauspieler und Sänger.

Im Jahr 1951 wurde der Preis in einen allgemeinen Literaturpreis umgewandelt, der jährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen wird.

Er geht an deutschsprachige Autoren, und die jährliche Rede des Preisträgers findet in Darmstadt statt.

Wer erhielt 1951 den Georg-Büchner-Preis?

Gottfried Benn erhielt 1951 den Georg-Büchner-Preis.

Wie oft wurde der Georg-Büchner-Preis bereits vergeben?

Der Preis wurde bislang 71 Mal vergeben, darunter 12 Mal an eine Frau (Stand 2022).

Liste der Preisträger bis 2023

Jahr   Preisträger   Titel im Buchhandel*
         
2022 Emine Sevgi Özdamar Das Leben ist eine Karawanserei

Mutterzunge

2021 Clemens J. Setz Monde vor der Landung

Gedankenspiele über die Wahrheit

2020

Elke Erb Das ist hier der Fall

Das Gedicht ist, was es tut

2019 Lukas Bärfuss Vaters Kiste

Koala

2018 Terézia Mora Alle Tage

Der einzige Mann auf dem Kontinent

2017 Jan Wagner Regentonnenvariationen
2016 Marcel Beyer Kaltenburg
2015 Rainald Goetz Irre
2014 Jürgen Becker Gesammelte Gedichte
2013 Sibylle Lewitscharoff Blumenberg
2012 Felicitas Hoppe Die Nibelungen
2011 Friedrich Christian Delius Wenn die Chinesen Rügen kaufen, dann denkt an mich

2010

Reinhard Jirgl Nichts von euch auf Erden
2009 Walter Kappacher Der Fliegenpalast
2008 Josef Winkler Die Ukrainerin
2007 Martin Mosebach
2006 Oskar Pastior „…sage, du habest es rauschen gehört“
2005 Brigitte Kronauer Das Schöne, Schäbige, Schwankende
2004 Wilhelm Genazino Abschaffel

Das Glück in glücksfernen Zeiten

2003 Alexander Kluge Chronik der Gefühle
2002 Wolfgang Hilbig „Ich“
2001 Friederike Mayröcker Gesammelte Gedichte

2000

Volker Braun Unvollendete Geschichte

Gedichte

1999 Arnold Stadler Am siebten Tag flog ich zurück
1998 Elfriede Jelinek Die Klavierspielerin

Gier

Lust

1997 H. C. Artmann Gesammelte Prosa
1996 Sarah Kirsch Sämtliche Gedichte
1995 Durs Grünbein Äquidistanz
1994 Adolf Muschg Der Rote Ritter
1993 Peter Rühmkorf Sämtliche Werke
1992 George Tabori Meine Kämpfe
1991 Wolf Biermann Warte nicht auf bessre Zeiten!

1990

Tankred Dorst Merlin oder Das wüste Land
1989 Botho Strauß Herkunft

Die Expedition zu den Wächtern

1988 Albert Drach Untersuchung an Mädeln
1987 Erich Fried Es ist was es ist
1986 Friedrich Dürrenmatt Der Besuch der alten Dame

Die Physiker

Das Versprechen

1985 Heiner Müller Krieg ohne Schlacht

Theater ist kontrollierter Wahnsinn

1984 Ernst Jandl Werke
1983 Wolfdietrich Schnurre Als Vaters Bart noch rot war
1982 Peter Weiss Die Ermittlung
1981 Martin Walser Ein fliehendes Pferd

1980

Christa Wolf Der geteilte Himmel
1979 Ernst Meister Gedichte
1978 Hermann Lenz Lesebuch
1977 Reiner Kunze Gedichte
1976 Heinz Piontek Gedichte
1975 Manès Sperber Wie eine Träne im Ozean
1974 Hermann Kesten Dichter im Café
1973 Peter Handke Wunschloses Unglück
1972 Elias Canetti Die Blendung
1971 Uwe Johnson Mutmassungen über Jakob

1970

Thomas Bernhard Heldenplatz
1969 Helmut Heißenbüttel Textbücher
1968 Golo Mann Wallenstein
1967 Heinrich Böll Erzählungen
1966 Wolfgang Hildesheimer Mozart
1965 Günter Grass Die Blechtrommel
1964 Ingeborg Bachmann Gedichte
1963 Hans Magnus Enzensberger Fallobst
1962 Wolfgang Koeppen Das Treibhaus
1961 Hans Erich Nossack Spätestens im November

1960

Paul Celan Die Gedichte
1959 Günter Eich Träume
1958 Max Frisch Andorra
1957 Erich Kästner Das fliegende Klassenzimmer
1956 Karl Krolow Gedichte
1955 Marie Luise Kaschnitz Gedichte
1954 Martin Kessel Herrn Brechers Fiasko
1953 Ernst Kreuder Erzählungen
1952 Preis nicht vergeben

1951

Gottfried Benn Gedichte

Videos zur Preisverleihung

Verleihung Georg-Büchner-Preis 2022

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Lesung Georg-Büchner-Preis 2022 – Emine Sevgi Özdamar

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Weitere Literaturpreis  – Listen

 

Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, 20. Januar 2023