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Arsène Lupin – die Bücher auf Deutsch

Arsène LupinDie besten Fälle von Arsène Lupin sind jetzt auch im LIWI Verlag erhältlich. Erschienen sind die Original-Bücher in der Reihenfolge:

Arsène Lupin – Die Insel der dreißig Särge (L’Île aux trente cercueils, Les aventures extraordinaires d’Arsène Lupin, Paris 1919)

Arsène Lupin heiratet (Les Confidences d’Arsène Lupin, Paris 1921)

Arsène Lupin – Die Dame mit den grünen Augen (La Demoiselle sur yeur verts, 1926 bis  1927)

Wer war der Autor von Arsène Lupin?

Marie Émile Maurice Leblanc war ein französischer Romanautor, der am 11. Dezember 18641 in Rouen geboren wurde und am 6. November 1941 in Perpignan starb.

Er ist der Autor zahlreicher Kriminal- und Abenteuerromane und der Schöpfer des berühmten Gentleman-Diebes Arsène Lupin.

Der zum „französischen Conan Doyle“ degradierte Maurice Leblanc ist ein populärer Schriftsteller, der darunter litt, nicht die Anerkennung seiner Kollegen zu erhalten, aber immer einen soliden Kern von Liebhabern und sogar einigen „Lupinologen“ hervorgebracht hat.

Das Haus von Maurice Leblanc, Le Clos Lupin, kann in Étretat im Département Seine-Maritime besichtigt werden. Die Zeitschrift für „Lupinforschung“ L’Aiguille preuve wird jährlich von der Association des Amis d’Arsène Lupin (AAAL) herausgegeben, welche 1985 von dem Philosophen und Essayisten François George gegründet wurde.

Während des Deutsch-Französischen Krieges von 1870 schickte ihn sein Vater nach Schottland, dessen Landschaften seine Fantasie beflügelt haben müssen.

Nach seiner Rückkehr schloss er seine Ausbildung in Rouen ab. Der junge Maurice erhielt seine erste Ausbildung in einer freien Einrichtung, der Pension Patry, und besuchte dann von 1875 bis 1882 das Lycée Corneille.

Als Teenager verkehrte er mit Gustave Flaubert und Guy de Maupassant. Er lehnte die von seinem Vater vorgesehene Karriere in einer Kardenfabrik ab und ging 1888 nach Paris, um zu schreiben

. Zunächst als Journalist, dann als Romanautor und Erzähler, wurde sein erster Roman, Une femme, 1893 sehr beachtet; es folgten weitere Werke (Des couples, Voici des ailes und sein einziges Theaterstück, La pitié, 1902, welches allerdings ein Misserfolg war und ihn dazu veranlasste, das Theater für eine Zeit lang aufzugeben).

Er weckte das Interesse von Jules Renard und Alphonse Daudet, jedoch ohne öffentlichen Erfolg. Er verkehrte mit weiteren großen Namen der Pariser Literaturwelt wie Stéphane Mallarmé oder Alphonse Allais.

1901 veröffentlichte er den autobiografischen Roman L’Enthousiasme.

Mehr von diesen und weiteren Krimis und Thrillern hier.

Welche Bücher sind im LIWI Verlag erhältlich?

Arsène Lupin – Die Insel der dreißig Särge (L’Île aux trente cercueils, 1919)

In „Die Insel der dreißig Särge“ begibt sich Arsène Lupin auf eine düstere und mysteriöse Reise zur gleichnamigen Insel, auf der ein altes Prophezeiung Unheil über die Bewohner und Besucher bringt.

Eine Reihe von rätselhaften Toden und das unheimliche Auftauchen von dreißig Särgen setzen den Rahmen für ein Abenteuer, das von dunklen Familiengeheimnissen, Verrat und einer unerwarteten Liebe geprägt ist. Dieses Werk unterscheidet sich von anderen Lupin-Geschichten durch seine gothische Atmosphäre und spannende Mystery-Elemente.

Heute ist es noch lesenswert, da es die Vielseitigkeit von Maurice Leblancs Schreibkunst zeigt und Fans von Krimis und Thrillern mit einer Vorliebe für historische Rätsel und Legenden anspricht.

Arsène Lupin heiratet (Les Confidences d’Arsène Lupin, 1921)

In „Arsène Lupin heiratet“ taucht der Leser in eine Sammlung von Geschichten ein, die nicht nur Lupins kriminelle Genialität, sondern auch sein persönliches Leben beleuchten. Der Band enthält Geschichten, die Lupins Herz ebenso wie seinen Verstand fordern, und führt zu dem überraschenden Ereignis seiner Heirat.

Dieses Werk bietet einen tieferen Einblick in die Persönlichkeit und die emotionalen Regungen des sonst so rätselhaften Gentlemans. Die Sammlung ist heute noch lesenswert, weil sie zeigt, wie Lupin zwischen seiner Identität als Dieb und seinen persönlichen Wünschen und Sehnsüchten balanciert.

Es ist eine faszinierende Ergänzung zum Lupin-Kanon, die Fans und neuen Lesern gleichermaßen zeigt, dass selbst Meisterdiebe ein Herz haben.

Arsène Lupin – Die Dame mit den grünen Augen (La Demoiselle aux yeux verts, 1927)

„Die Dame mit den grünen Augen“ entführt in ein Abenteuer voller Rätsel, Verfolgungsjagden und einer geheimnisvollen Frau im Zentrum des Geschehens. Arsène Lupin, fasziniert von der Schönheit und dem Mysterium der Frau mit den unvergesslichen grünen Augen, findet sich in einem Netz aus Intrigen und Gefahr wieder, das sich um ein kostbares Erbstück spannt.

Dieses Buch ist besonders lesenswert für diejenigen, die spannende Krimis mit einer starken romantischen Komponente mögen. Es zeigt einmal mehr Lupins Fähigkeit, sich in gefährlichen Situationen zu beweisen, während er zugleich von tieferen Gefühlen geleitet wird. Die Geschichte ist ein Beweis für Leblancs Talent, spannende Handlungen mit emotionaler Tiefe zu verweben.

Netflix-Serie „Lupin“

Die Netflix-Serie „Lupin“, die Anfang 2021 veröffentlicht wurde, ist eine moderne Neuerfindung der klassischen Geschichten von Maurice Leblanc über den berühmten Gentleman-Dieb Arsène Lupin.

In dieser zeitgenössischen Adaption schlüpft der charismatische Schauspieler Omar Sy in die Rolle von Assane Diop, einem Mann, der von den Abenteuern Arsène Lupins inspiriert ist. Assane nutzt seine Intelligenz, sein Geschick und seine Verkleidungskunst, um Ungerechtigkeit zu bekämpfen und persönliche Rache zu nehmen für das Unrecht, das seinem Vater angetan wurde. Mit seiner fesselnden Handlung, die zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart hin und her springt, bietet die Serie eine Hommage an Leblancs Werk und bringt gleichzeitig frischen Wind in die Geschichte.

Die Serie ist nicht nur ein spannender Heist-Thriller, sondern auch ein tiefgründiges Drama, das Themen wie Rassismus, Klassismus und die Suche nach Gerechtigkeit in der französischen Gesellschaft erkundet. Assane Diops Charakter, der Lupins Methoden für moderne Zwecke adaptiert, spricht ein breites Publikum an und wirft ein Licht auf die sozialen Herausforderungen, mit denen Menschen afrikanischer Herkunft in Europa konfrontiert sind.

„Lupin“ hebt sich durch seine gelungene Verbindung von Unterhaltung und gesellschaftlicher Relevanz hervor und hat weltweit ein Publikum gefunden, das die Serie für ihre cleveren Wendungen und ihren tiefen emotionalen Impact feiert.

Neben Omar Sys herausragender Performance bietet „Lupin“ eine beeindruckende Nebenbesetzung und eine bildgewaltige Inszenierung, die Paris in all seiner Schönheit und Komplexität einfängt. Die Serie wurde schnell zu einem globalen Phänomen und einer der meistgesehenen nicht-englischsprachigen Titel auf Netflix.

Sie hat eine neue Generation von Fans für die Geschichten von Arsène Lupin gewonnen und gleichzeitig das Interesse an Maurice Leblancs ursprünglichen Werken neu entfacht. Mit „Lupin“ ist Netflix eine zeitlose Adaption gelungen, die sowohl neue Fans als auch Liebhaber der klassischen Literatur begeistert.

FAQ: Bücher über Arsène Lupin

Wer ist Arsène Lupin?

Arsène Lupin ist eine fiktive Figur, die vom französischen Schriftsteller Maurice Leblanc erschaffen wurde. Lupin ist ein Meisterdieb, ein Gentleman und ein Verwandlungskünstler, der oft die Reichen bestiehlt, um den Armen zu helfen. Er nutzt seinen scharfen Verstand, seine Verkleidungskünste und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Dieb, um sich aus jeder noch so brenzligen Situation zu befreien.

Wann wurde Arsène Lupin zum ersten Mal eingeführt?

Arsène Lupin wurde erstmals im Jahr 1905 in einer Kurzgeschichte, die in der Zeitschrift „Je sais tout“ veröffentlicht wurde, vorgestellt. Der große Erfolg dieser ersten Geschichte führte dazu, dass Maurice Leblanc eine ganze Serie von Romanen und Kurzgeschichten über den charismatischen Dieb schrieb.

Wie viele Bücher gibt es über Arsène Lupin?

Maurice Leblanc hat etwa 20 Romane und über 40 Kurzgeschichten geschrieben, die Arsène Lupin als Hauptfigur haben. Die Serie umfasst Werke wie „Arsène Lupin, der Gentleman-Gauner“ (1907), „Arsène Lupin gegen Herlock Sholmes“ (1908) und „Die hohle Nadel“ (1909), um nur einige zu nennen.

In welchem Stil sind die Arsène Lupin-Bücher geschrieben?

Die Arsène Lupin-Bücher sind im Stil klassischer Abenteuer- und Kriminalromane des frühen 20. Jahrhunderts geschrieben. Sie zeichnen sich durch spannende Plots, schnelle Wendungen und elegante Dialoge aus. Leblancs Schreibstil ist geistreich und humorvoll, oft mit einem Hauch von Ironie und gesellschaftskritischen Anspielungen.

Gibt es einen Hauptantagonisten in den Arsène Lupin-Büchern?

Obwohl Arsène Lupin viele Gegenspieler hat, ist einer der bekanntesten sein Rivale Herlock Sholmes, eine Parodie auf Arthur Conan Doyles Sherlock Holmes. Die Auseinandersetzungen zwischen Lupin und Sholmes sind geprägt von gegenseitigem Respekt und Bewunderung für die Fähigkeiten des anderen, bieten aber auch viel Spannung und Unterhaltung.

Warum sind die Arsène Lupin-Bücher auch heute noch beliebt?

Die Arsène Lupin-Bücher bleiben aufgrund ihrer zeitlosen Themen, des charismatischen Protagonisten und der meisterhaften Erzählweise beliebt. Lupins Abenteuer bieten eine faszinierende Mischung aus Krimi, Abenteuer und Romanze, die Leser aller Altersgruppen anspricht. Außerdem erlebt die Figur durch neue Adaptionen in Filmen und Fernsehserien eine Renaissance.

Können die Arsène Lupin-Bücher in beliebiger Reihenfolge gelesen werden?

Obwohl es eine chronologische Reihenfolge der Ereignisse in den Arsène Lupin-Büchern gibt, können die meisten Werke unabhängig voneinander gelesen werden, da jedes Buch oder jede Kurzgeschichte in der Regel ein eigenständiges Abenteuer darstellt.

Gibt es moderne Fortsetzungen oder Adaptionen der Arsène Lupin-Geschichten?

Ja, Arsène Lupin hat zahlreiche moderne Adaptionen in Form von Filmen, Fernsehserien, Graphic Novels und sogar Videospielen erfahren. Die bekannteste jüngere Adaption ist die französische Netflix-Serie „Lupin“ mit Omar Sy in der Hauptrolle, die die Geschichten für ein zeitgenössisches Publikum neu interpretiert.

Welche anderen Krimis sind im LIWI Verlag erhältlich?

Ricarda Huch – Der Fall Deruga

„Der Fall Deruga“ von Ricarda Huch ist ein fesselnder Kriminalroman, der im LIWI Verlag erhältlich ist und die Leser in das frühe 20. Jahrhundert zurückführt. Der Roman erzählt die Geschichte von Dr. Sisto Deruga, einem italienischen Arzt, der in einem spektakulären Mordfall in Deutschland angeklagt wird. Er soll seine ehemalige Geliebte, die reiche Witwe Dohrn, vergiftet haben.

Durch die geschickte Verwendung von psychologischen Elementen und detaillierten Charakterzeichnungen entfaltet Ricarda Huch eine komplexe Erzählung, die nicht nur den Mordfall selbst beleuchtet, sondern auch tiefere Fragen von Liebe, Schuld und Gerechtigkeit berührt. „Der Fall Deruga“ ist besonders lesenswert für Fans historischer Kriminalliteratur, die eine Vorliebe für Geschichten haben, in denen die menschliche Natur und die Facetten der Wahrheit im Mittelpunkt stehen.

Hugo Bettauer – Der Frauenmörder

Im LIWI Verlag ist ebenfalls „Der Frauenmörder“ von Hugo Bettauer erhältlich, ein packender Kriminalroman, der die Leser ins Wien der 1920er Jahre entführt. Die Stadt wird von einer Reihe grausamer Morde erschüttert, deren Opfer ausschließlich junge Frauen sind.

Der Journalist Heinz Boll, eine der Hauptfiguren des Romans, nimmt die Ermittlungen in eigener Hand auf und stößt dabei auf eine Spur, die ihn in die dunkelsten Ecken der Wiener Gesellschaft führt. Hugo Bettauer gelingt es meisterhaft, die Atmosphäre des damaligen Wiens einzufangen und gleichzeitig eine spannende Detektivgeschichte mit sozialkritischen Aspekten zu verweben.

„Der Frauenmörder“ bietet eine faszinierende Mischung aus Spannung, historischem Zeitkolorit und Gesellschaftskritik, die ihn zu einem Muss für jeden Krimifan macht.

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Sherlock Holmes und Dr. Watson bekommen einen Brief von Arsène Lupin, welcher für die nächsten fünf Nächte verschiedene Raubzüge plant und Holmes herausfordert. Aus dem von Lupin verfassten Gedicht folgert Holmes, dass der erste Diebeszug der National Gallery und dem darin ausgestellten Gemälde Die kämpfende Temeraire gilt.

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Lesen Sie auch die große Serie: Was macht ein Verlag?

Teil 1: Mehr als nur verlegen

Teil 2: Vom Manuskript zum Buch – das Lektorat

Teil 3: Buchgestaltung und Design

Teil 4: Druck & Vertrieb

Teil 5: Klassische Marketing-Methoden

Teil 6: Online-Marketing und Internetbuchhandel

Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 27. März 2024