Rainer Maria Rilke Herbsttag (Gedichte)

Herbsttag (Gedichte)

„(…) Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.“

Rilkes „Herbsttag“ zählt zu den berühmtesten Gedichten in deutscher Sprache. Es wurde erstmals 1902 im „Buch der Bilder“ veröffentlicht.
Dieses Buch enthält sämtliche Gedichte der Edition von 1902 in einer ungekürzten Neuausgabe.

Neuausgabe, Göttingen 2019.
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag

ISBN: 3965421735
EAN: 9783965421738
Paperback. 44 Seiten

Häufige Fragen

1. Wer hat das Gedicht „Herbsttag“ geschrieben?
„Herbsttag“ ist ein Gedicht des böhmisch-österreichischen Dichters Rainer Maria Rilke, einem der bedeutendsten Lyriker der literarischen Moderne.

2. Wann wurde „Herbsttag“ geschrieben und veröffentlicht?
Das Gedicht wurde im Jahr 1902 geschrieben und erschien erstmals in der Gedichtsammlung „Das Buch der Bilder“, die 1902 veröffentlicht wurde.

3. Was ist das Hauptthema von „Herbsttag“?
Das Hauptthema des Gedichts ist das Vergehen der Zeit und die Reflexion über Vergänglichkeit und Einsamkeit, symbolisiert durch den Übergang vom Sommer zum Herbst.

Inhalt und Struktur

4. Wie ist „Herbsttag“ strukturiert?
Das Gedicht besteht aus drei Strophen unterschiedlicher Länge, die jeweils eine eigene Stimmung und Perspektive zum Ausdruck bringen. Die Struktur spiegelt den Übergang und die tiefe emotionale Resonanz des Herbstes wider.

5. Welche Schlüsselbilder verwendet Rilke in „Herbsttag“?
Rilke nutzt Bilder des Herbstes, wie fallende Blätter und reifende Früchte, um Themen der Vergänglichkeit und des Wandels zu veranschaulichen. Die Aufforderung „Herr: es ist Zeit“ zu Beginn des Gedichts setzt einen eindringlichen Ton, der die Unausweichlichkeit des Wandels hervorhebt.

Interpretation und Bedeutung

6. Was symbolisiert der Herbst in „Herbsttag“?
In „Herbsttag“ steht der Herbst metaphorisch für den Lebenszyklus, den Übergang und die Reflexion über die Endlichkeit des Lebens. Die Jahreszeit wird als Moment der Kontemplation und inneren Vorbereitung auf die Einsamkeit und Stille des Winters dargestellt.

7. Wie wird das Thema der Einsamkeit in „Herbsttag“ behandelt?
Das Thema der Einsamkeit durchzieht das gesamte Gedicht, kulminierend in der letzten Strophe, in der die Sehnsucht nach einem eigenen Raum der Selbstreflexion und inneren Sammlung zum Ausdruck kommt. Die Einsamkeit wird nicht nur als Zustand, sondern auch als Möglichkeit zur Selbstbegegnung dargestellt.

Kontext und Einflüsse

8. In welchem Kontext entstand „Herbsttag“?
„Herbsttag“ entstand während Rilkes Aufenthalte in Paris, einer Zeit intensiver künstlerischer und persönlicher Entwicklungen. Die Begegnung mit der modernen Großstadt und deren Einfluss auf das Individuum spiegeln sich in der Thematik der Entfremdung und Reflexion wider.

9. Welche literarischen Einflüsse sind in „Herbsttag“ erkennbar?
Rilkes Werk zeigt Einflüsse der deutschen Romantik, insbesondere in der tiefen Naturverbundenheit und der Betonung des Inneren, Seelischen. Doch zugleich geht Rilke darüber hinaus, indem er moderne Formen der Lyrik und eine neue Bildsprache entwickelt.

Rezeption und Wirkung

10. Wie wurde „Herbsttag“ von der Öffentlichkeit und Kritik aufgenommen?
„Herbsttag“ gilt als eines der beliebtesten Gedichte Rilkes und hat seit seiner Veröffentlichung sowohl Leser als auch Kritiker tief berührt. Es wird oft für seine klare Sprache, emotionale Tiefe und universelle Thematik gelobt.

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