Undine

Friedrich de la Motte Fouqués „Undine“ ist eines der berühmtesten Märchen der deutschen Romantik. Undine ist schön, rätselhaft und unwiderstehlich – doch ihr Wesen entstammt einer anderen Welt.

Als Ritter Huldbrand nach einer gefahrvollen Reise durch einen verwunschenen Wald bei einem Fischerpaar Zuflucht findet, begegnet er deren Pflegetochter Undine. Zwischen den beiden entsteht eine leidenschaftliche Liebe. Sie heiraten – und Undine offenbart ihm, dass sie aus der Welt der Wassergeister stammt. Erst durch ihre Verbindung mit einem Menschen hat sie eine Seele erhalten.

Doch mit der Rückkehr in Huldbrands Welt beginnt ihre Liebe zu zerbrechen. Bertalda, die frühere Verehrerin des Ritters, tritt wieder in sein Leben, und aus den Gewässern erhebt sich immer wieder Kühleborn, Undines unheimlicher Verwandter.

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Was als romantisches Märchen beginnt, entwickelt sich zu einer tragischen Geschichte über Liebe, Untreue und die Macht einer Welt, deren Gesetze sich dem Menschen nicht unterwerfen. Die Wirkung des Werkes reicht weit über seine Zeit hinaus: „Undine“ beeinflusste Hans Christian Andersens „Die kleine Meerjungfrau“, Oscar Wildes „Der Fischer und seine Seele“ sowie Ingeborg Bachmanns „Undine geht“.

Bis heute fasziniert das Buch als märchenhafte und zugleich tief menschliche Geschichte über Liebe, Verlust und die Sehnsucht nach Zugehörigkeit.
Erstmals erschienen 1811. Hier als Taschenbuch-Neuausgabe.
Friedrich de La Motte Fouqué. Undine. Eine Erzählung. Erstdruck: Undine, eine Erzählung. In: Die Jahreszeiten. Eine Vierteljahrsschrift für romantische Dichtungen, Heft [1], 1811, S. 1-189. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Friedrich de la Motte Fouqué: Romantische Erzählungen. Nach den Erstdrucken mit Anmerkungen, Zeittafel, Bibliographie und einem Nachwort herausgegeben von Gerhard Schulz, Winkler, München 1977. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.

EAN: 9783753805078
Das berühmte Märchen von der geheimnisvollen Undine und ihrer tragischen Liebe. 22,0 cm / 15,5 cm / 0,6 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
August 2026 – 76 Seiten

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Berühmte Zitate

„Eine Seele aber kann unsresgleichen nur durch den innigsten Verein der Liebe mit einem eures Geschlechtes gewinnen.“

Achtes Kapitel, S. 37 der LIWI-Ausgabe

„Bist du nicht wirklich da, gaukelst du nur neblicht um mich her, so mag auch ich nicht leben und will ein Schatten werden wie du, du liebe, liebe Undine!“

Drittes Kapitel, S. 17

„Bebend vor Liebe und Todesnähe neigte sich der Ritter ihr entgegen, sie küßte ihn mit einem himmlischen Kusse, aber sie ließ ihn nicht mehr los, sie drückte ihn inniger an sich und weinte, als wolle sie ihre Seele fortweinen.“

Achtzehntes Kapitel, S. 72

„O, wenn das wäre! und wenn ich sterben dürfte an einem Kusse von dir.“

Achtzehntes Kapitel, S. 72

„Nun bin ich beseelt, dir dank ich die Seele, o du unaussprechlich Geliebter, und dir werd ich es danken, wenn du mich nicht mein ganzes Leben hindurch elend machst.“

Achtes Kapitel, S. 37

„Es muß etwas Liebes, aber auch etwas höchst Furchtbares um eine Seele sein.“

Siebentes Kapitel, S. 32

„Schwer muß die Seele lasten, sehr schwer! Denn schon ihr annahendes Bild überschattet mich mit Angst und Trauer. Und ach, ich war so leicht, so lustig sonst!“

Siebentes Kapitel, S. 32

„Du kannst nicht von mir lassen!“

Siebentes Kapitel, S. 33

„Es ist der Himmel!“

Drittes Kapitel, S. 17

„Von sich zu jagen, was einem lieb ist? Und vollends in einen verrufnen Wald hinein. Da hätte der Wald und sein Geheimnis lange für mich warten können.“

Viertes Kapitel, S. 20

„Die jedwedem eingeborne Liebe zu eignem Herd und stillem Frieden ging wieder auf in dir; du meintest, die Heimat blühe mit allen Blumen der Kindheit und der allerreinsten, innigsten Liebe wieder aus teuren Grabstätten hervor.“

Fünftes Kapitel, S. 23

„Ohne tiefe, geheime Ursach gewinnt man ein andres nicht so lieb, als ich Euch gleich vom ersten Anblicke her gewann.“

Zehntes Kapitel, S. 42

„Wohl dir, wenn du dabei mehr empfangen als ausgeteilt hast, denn hier ist Nehmen seliger als Geben.“

Dreizehntes Kapitel, S. 51

„Ich habe ihn totgeweint!“

Achtzehntes Kapitel, S. 73

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 05. Januar 2026

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