Die Waffen nieder!

„Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegputzen zu wollen – nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden!“

(Zitat S. 218 in diesem Buch)

Kein Buch könnte in einer sich zunehmend polarisierenden Welt aktueller sein als dieses – Bertha von Suttners erstmals 1889 veröffentlichter Roman „Die Waffen nieder!“ ist neben Erich Maria Remarques „Im Westen nichts Neues“ der wichtigste Antikriegsroman der Weltliteratur.

Die Hellsichtigkeit bei ihrer Analyse der Kriegsgründe, die Klarheit und Schärfe ihrer Gedanken, ihre zutreffenden Vorhersagen:

All dies brachte der Autorin 1905 als erster Frau der Welt den Friedensnobelpreis ein.

„Im Westen nichts Neues“ im Vergleich zu „Die Waffen nieder!“

bertha von suttner friedensaktivistin

Im Unterschied zu Remarque fügt die Friedensaktivistin jedoch eine weitere Komponente ihrem Werk hinzu – die Rechte der Frauen. Der virtuos geschriebene Roman fasziniert Leserinnen und Leser bis heute. Er begeisterte zahlreiche Schriftstellerinnen und Schriftsteller wie Stefan Zweig, Leo Tolstoi oder Klaus Mann.

Das Buch „Die Waffen nieder!“ ist daher auch bis heute noch der bekannteste Roman der Schriftstellerin und Friedensaktivistin. Es wurde 1889 in deutscher Sprache vom Verleger Edgar Pierson in Dresden veröffentlicht und wurde sehr schnell ein Erfolg, sowohl wegen seines Blicks auf Krieg und Frieden als auch weil es die Frage der Frauen in der Gesellschaft ansprach.

Drei Jahre später wurde der Roman auf Englisch unter dem Titel „Lay Down Your Arms!“ veröffentlicht, 1897 auf Italienisch unter dem Titel „Abbasso le Armi!“ und 1905 auf Spanisch unter dem Titel „¡Abajo las armas!“

Der Roman wurde in insgesamt sechzehn Sprachen übersetzt, darunter Finnisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch und Tschechisch.

Bis zum Erscheinen von Erich Maria Remarques „Im Westen nichts neues“ im Jahr 1929 war „Die Waffen nieder!“ das wichtigste deutschsprachige literarische Werk über den Krieg. Von Suttner entschied sich bewusst für einen Roman anstelle eines Sachbuchs, weil sie glaubte, dass die Romanform ein größeres Publikum erreichen würde.

Zum Titel: Von Suttner gab eine Monatszeitschrift heraus, die ebenfalls „Die Waffen nieder“! hieß. Außerdem veröffentlichte sie 1903 eine Fortsetzung von „Die Waffen nieder!“ unter dem Titel „Marthas Kinder“, welche ebenfalls im LIWI Verlag erhältlich ist.

Verfilmungen

Die Waffen nieder wurde als dänischer Stummfilm 1914 von Holger-Madsen verfilmt.

Im Jahr 1952 erschien unter dem Titel „Herz der Welt“ eine erste Filmbiografie über Bertha von Suttner (Regie: Harald Braun). 2014 erschien „Eine Liebe für den Frieden – Bertha von Suttner und Alfred Nobel“ mit Birgit Minichmayr und Sebastian Koch in den Hauptrollen.

Zusammenfassung der Handlung

Der Roman wird aus der Sicht der österreichischen Gräfin Martha Althaus erzählt, die vier Kriege durchlebt. Während des Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieges verliert Althaus im Alter von 19 Jahren ihren Mann, den Grafen Arno Dotzky, und beschließt, dass sie von nun an gegen den Krieg ist.

Ihr zweiter Ehemann, Baron Friedrich Tilling, teilt ihre pazifistischen Überzeugungen, obwohl er Offizier in der österreichischen Armee ist. Er kämpft 1864 im Zweiten Schleswigschen Krieg an der Seite Preußens und 1866 im Österreichisch-Preußischen Krieg.

Althaus‘ Schwestern und ihr Bruder sterben wegen des Krieges an der Cholera, und ihr Vater stirbt vor Kummer über den Verlust seiner Kinder. Friedrich zieht sich daraufhin aus der Armee zurück, um Althaus‘ Friedensengagement zu unterstützen.

Während des Deutsch-Französischen Krieges wird Friedrich bei einem Aufenthalt in Paris erschossen, weil er verdächtigt wird, ein preußischer Spion zu sein. Althaus‘ Sohn aus erster Ehe, Rudolf, beginnt, in die Fußstapfen seiner Mutter zu treten.

Neuausgabe aus Anlass des Ukraine-Kriegs

Hier liegt das zeitlose Werk in einer Taschenbuch-Neuausgabe vor.

Bertha von Suttner.
Die Waffen nieder!
Eine Lebensgeschichte.
Mit einem Nachwort von Adele Schreiber.
Erstdruck: Verlag Edgar Pierson, Dresden und Leipzig 1889.
Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Volksausgabe Berlin-Wien, mit einem Nachwort von Adele Schreiber, Berlin 1914.

Vollständige Neuausgabe, LIWI Verlag, Göttingen 2022.
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag

EAN: 9783965425460
ISBN: 3965425463
Paperback.
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
336 Seiten

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