Die Welt von Gestern - Stefan Zweig

Max und Moritz

„Ach, was muß man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!

Wie zum Beispiel hier von diesen,
Welche Max und Moritz hießen;

Die, anstatt durch weise Lehren
Sich zum Guten zu bekehren,

Oftmals noch darüber lachten
Und sich heimlich lustig machten.“

Zum Buch

Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen ist eine deutschsprachige Bildergeschichte in Versen.

Diese wundervoll originelle, schwarzhumorige Geschichte, die ganz in gereimten Couplets erzählt wird, wurde von Wilhelm Busch geschrieben und illustriert und erstmals 1865 veröffentlicht.

Sie gehört zu den frühen Werken Buschs, weist aber bereits viele wesentliche, wirkungsästhetische und formale Gesetzmäßigkeiten, Abläufe und Grundmuster der späteren Werke Buschs auf.

Max_und_MoritzNoch heute lesen die Eltern ihren kleinen Kindern mit großer Freude diese Geschichten vor.

In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird deshalb auch heute noch eine gewisse Vertrautheit mit der Geschichte und ihren Reimen vorausgesetzt, da sie auch in der Alltagssprache zitiert wird.

Die beiden grinsenden Gesichter sind ein Synonym für Unfug, ihr Konterfei erscheint aus heutiger Sich aufgrund des hohen Wiedererkennungswerts wie ein frühes „Logo“.

Max und Moritz wurden zu den Vorläufern des Comic Strips.

Die Geschichte inspirierte Rudolph Dirks zu den Katzenjammer Kids, welche wiederum Art Clokey zu seinen Antagonisten für Gumby, den Blockheads, inspirierten.

Es heißt, dass Max und Moritz (zusammen mit den Katzenjammer Kids) auch als Inspiration für die britische Kinderserie Rosie and Jim von Ragdoll Productions, die Zeichentrickserie Beavis and Butt-Head von Mike Judge sowie die Terrence and Phillip Show von South Park dienten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg schuf der deutsch-amerikanische Komponist Richard Mohaupt zusammen mit dem Choreografen Alfredo Bortoluzzi eine Tanzburleske Max und Moritz, die am 18. Dezember 1949 im Badischen Staatstheater Karlsruhe uraufgeführt wurde.

Die beiden Hauptfiguren der Serie The Defeated von (Netflix 2021) sind Brüder namens Max und Moritz.

Die Serie spielt 1946 im Berlin der Nachkriegszeit. Auch das Buch spielt eine wichtige Rolle in der Serie. Es wurde und wird also immer wieder aufgegriffen und inspiriert Künstler zu immer neuen Werken.

Und im deutschsprachigen Raum zählt das Meisterwerk von Wilhelm Busch bis heute zu den beliebtesten Kinderbüchern in deutscher Sprache.

Wilhelm Busch.
Max und Moritz – Eine Bubengeschichte in sieben Streichen.
Mit Illustrationen von Wilhelm Busch.
Erstdruck: Verlag von Braun und Schneider, München 1865.

Neuausgabe, Göttingen 2019.
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag.

ISBN: 3965420895
EAN: 9783965420892
Paperback. 24 Seiten

FAQ

1. Wer ist der Autor von „Max und Moritz“?

Antwort: Wilhelm Busch (1832–1908) ist der Autor und Illustrator von „Max und Moritz“. Busch gilt als einer der wichtigsten deutschen Dichter und Zeichner des 19. Jahrhunderts und wird oft als Pionier des Comics angesehen.

2. Wann wurde „Max und Moritz“ veröffentlicht?

Antwort: „Max und Moritz“ wurde erstmals 1865 veröffentlicht.

3. Was ist das Hauptthema von „Max und Moritz“?

Antwort: Das Hauptthema ist die Darstellung von Streichen (sieben an der Zahl), die die beiden Lausbuben Max und Moritz gegenüber ihren Mitmenschen verüben. Das Buch kritisiert auch subtil die Autoritäten und die Gesellschaft jener Zeit.

4. Wie viele Streiche gibt es in „Max und Moritz“, und können Sie diese kurz beschreiben?

Antwort: Es gibt sieben Streiche in „Max und Moritz“. Jeder Streich zeigt die Buben, wie sie verschiedene Dorfbewohner mit ihren boshaften Taten quälen, angefangen beim Bäcker bis hin zum eigenen Onkel. Die Geschichten enden oft mit einer moralischen Lektion, wenn auch die Strafen manchmal drastisch erscheinen.

5. Welche Rolle spielt die Moral in „Max und Moritz“?

Antwort: Die Moral spielt eine zentrale Rolle in „Max und Moritz“. Obwohl die Streiche anfänglich humorvoll erscheinen, führen sie zu ernsthaften Konsequenzen für die beiden Protagonisten. Das Werk illustriert die Idee, dass schlechtes Verhalten bestraft wird, eine gängige moralische Lektion jener Zeit.

6. Wie wurde „Max und Moritz“ von der Gesellschaft zur Zeit seiner Veröffentlichung aufgenommen?

Antwort: Zur Zeit seiner Veröffentlichung war „Max und Moritz“ sowohl beliebt als auch umstritten. Einige kritisierten das Buch wegen seiner vermeintlich negativen Einflüsse auf die Jugend, während andere es für seinen Humor und seine kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen schätzten.

7. Hat „Max und Moritz“ Einfluss auf die moderne Popkultur?

Antwort: Ja, „Max und Moritz“ hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Popkultur und gilt als Vorläufer des modernen Comics. Die Charaktere und ihre Streiche haben in verschiedenen Medien und Formaten überlebt, von Theateraufführungen bis hin zu Zeichentrickfilmen, und haben auch internationale Anerkennung gefunden.

8. Gibt es Übersetzungen von „Max und Moritz“?

Antwort: Ja, „Max und Moritz“ wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und weltweit verbreitet. Diese Übersetzungen helfen, die universellen Themen und den Humor der Geschichte einem globalen Publikum zugänglich zu machen.

9. Sind Max und Moritz Vorbilder für Kinder?

Antwort: Während Max und Moritz wegen ihrer Streiche und des unterhaltsamen Inhalts bei Kindern beliebt sein mögen, sind sie aufgrund ihres ungebührlichen und oft gefährlichen Verhaltens nicht unbedingt als Vorbilder gedacht. Die Geschichte dient eher als ein unterhaltsames Mittel, um über Konsequenzen von Handlungen zu lehren.

Hier liest Heiner Lauterbach einen Auszug aus der LIWI Ausgabe des Buches:

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Weiterführende Literatur

Michaela Diers: Wilhelm Busch. Leben und Werk. dtv, München 2008

Frank Pietzcker: Symbol und Wirklichkeit im Werk Wilhelm Buschs. Die versteckten Aussagen seiner Bildergeschichten (= Europäische Hochschulschriften. Band 1832). Lang, Frankfurt am Main u. a. 2002

Gudrun Schury: Ich wollt, ich wär ein Eskimo. Das Leben des Wilhelm Busch. Biographie. Aufbau-Verlag, Berlin 2007

Eva Weissweiler: Wilhelm Busch. Der lachende Pessimist. Eine Biographie. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007

Dagmar Just: Wilhelm Buschs Klassiker „Max und Moritz“: Rache tut not! DLF Kultur 17.04.2022

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