Carmen

Mit „Carmen“ schuf Prosper Mérimée eine der berühmtesten Frauengestalten der Weltliteratur: stolz, leidenschaftlich, rätselhaft – und entschlossen, nach ihren eigenen Regeln zu leben.

Als der junge Soldat Don José Carmen vor einer Tabakfabrik in Sevilla begegnet, verändert sich sein Leben unwiderruflich. Aus Faszination wird Liebe, aus Liebe Besessenheit. Er lässt Carmen entkommen, verliert seinen Rang, wird zum Deserteur und schließt sich Schmugglern und Gesetzlosen an. Doch je mehr er für Carmen aufgibt, desto deutlicher wird, dass sie sich weder binden noch beherrschen lässt.

Prosper Mérimées berühmte Novelle verbindet Abenteuer, Leidenschaft und Tragödie zu einer eindringlichen Erzählung über Freiheit, Eifersucht und zerstörerische Liebe. Sie bildete die literarische Grundlage für Georges Bizets Oper „Carmen“ und gehört bis heute zu den großen Klassikern der Weltliteratur.

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Hier als Taschenbuch-Neuausgabe in der vielgelesenen Übersetzung von Arthur Schurig.

Prosper Mérimée. Carmen. Übersetzt von Arthur Schurig. Erstveröffentlichung: Carmen, in: Revue des Deux Mondes, Paris, 1. Oktober 1845. Die erste Buchausgabe erschien 1846 bei Michel Lévy frères, Paris. Deutsche Ausgabe der Übersetzung von Arthur Schurig: Carmen, Buchenau und Reichert Verlag, München, 1924. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt der Übersetzung von Arthur Schurig aus dem Jahr 1924. Die Rechtschreibung wurde beibehalten; offensichtliche Druckfehler wurden behutsam korrigiert. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.

56 Seiten
EAN 9783753805139
Veröffentlicht August 2026

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Berühmte Zitate

„Carmen aber ist ewiglich frei. Als Zigeunerin ist sie geboren, als Zigeunerin wird sie sterben.“

Kapitel 3, S. 50 der LIWI-Ausgabe

„Sie war von seltsamer wilder Schönheit. Ihr Gesicht befremdete einen zuerst, aber man konnte es nicht vergessen.“

Kapitel 2, S. 17

„In den Tod, ja, aber ich will nicht mehr mit dir leben.“

Kapitel 3, S. 49

„Insbesondere hatten ihre Augen einen wollüstigen und zugleich bösen Ausdruck, wie ich ihn im Blicke keines andern Menschen wiedergefunden habe.“

Kapitel 2, S. 17

„Du willst mich töten; ich sehe es wohl. Es kommt, was kommen soll. Nachgiebig aber machst du mich nicht.“

Kapitel 3, S. 49

„Ich liebe dich nicht mehr. Du, du liebst mich noch, und darum willst du mich töten.“

Kapitel 3, S. 50

„Jetzt liebe ich nichts mehr, und ich hasse mich, weil ich dich geliebt habe.“

Kapitel 3, S. 50

„Dich noch lieben ist unmöglich. Mit dir leben will ich nicht.“

Kapitel 3, S. 50

„Weißt du, Jungchen, daß ich dich ein wenig liebe? Doch das wird nicht lange währen. Hund und Wolf vertragen sich auf die Dauer nicht.“

Kapitel 3, S. 31

„Dabei nahm sie die Akazienblüte aus dem Munde und schnellte sie mir mit dem Daumen gerade zwischen die Augen. Es war mir, als hätte mich eine Kugel getroffen.“

Kapitel 3, S. 23

„Ich hob sie auf, ohne daß meine Kameraden es bemerkten, und barg sie behutsam unter meinem Rock. Das war meine erste Torheit.“

Kapitel 3, S. 23

„Jedesmal wenn sie zu mir sagte: ›Geh!‹ vermochte ich es nicht.“

Kapitel 3, S. 43

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 21. August 2026

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