Gedanken und Erinnerungen

Otto von Bismarcks „Gedanken und Erinnerungen“ gehören zu den bedeutendsten politischen Memoiren des 19. Jahrhunderts.

Der erste deutsche Reichskanzler blickt auf sein Leben und seine politische Laufbahn zurück: von Jugend und diplomatischem Dienst über die preußische Politik bis zur Reichsgründung und zu den Jahren an der Spitze des Deutschen Reiches.

Mit Scharfsinn, Selbstbewusstsein und bisweilen großer Schärfe schildert Bismarck politische Entscheidungen, diplomatische Konflikte und seine Auseinandersetzungen mit Zeitgenossen und Gegnern.
Die vorliegende Neuausgabe vereint alle drei Bände der Autobiografie vollständig in einem Band.

Otto von Bismarck. Gedanken und Erinnerungen. Erstdruck der ersten beiden Bände: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart 1898. Erstdruck des dritten Bandes Erinnerung und Gedanke: J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger, Stuttgart und Berlin 1919. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Bismarck, Otto Eduard Leopold: Gedanken und Erinnerungen. Vollständige Ausgabe in einem Band. Herausgegeben von Ernst Friedlaender. Deutscher Bücherbund, Stuttgart 1959. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.

EAN: 9783753805276
Die Autobiografie des ersten deutschen Reichskanzlers. 22,0 cm / 16,0 cm / 3,8 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
September 2026 – 552 Seiten

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Berühmte Zitate 

„Dem Ziele würden wir nicht durch Reden, Vereine, Majoritätsbeschlüsse näher kommen, sondern es werde ein ernster Kampf nicht zu vermeiden sein, ein Kampf, der nur durch Blut und Eisen erledigt werden könne.“

1. Kapitel: Rückblick auf die Preussische Politik, S. 187 der LIWI-Ausgabe

„Wir würden geschoben statt zu schieben; wir würden uns auf Elemente stützen, die wir nicht beherrschen und die uns nothwendig feindlich sind, denen wir uns aber auf Gnade oder Ungnade zu ergeben hätten.“

8. Kapitel: Schleswig-Holstein, S. 242

„Wenn ich diesen Text, welcher keine Aenderungen und keinen Zusatz des Telegramms enthält, sofort nicht nur an die Zeitungen, sondern auch telegraphisch an alle unsre Gesandtschaften mittheile, so wird er vor Mitternacht in Paris bekannt sein und dort nicht nur wegen des Inhalts, sondern auch wegen der Art der Verbreitung den Eindruck des rothen Tuches auf den gallischen Stier machen.“

11. Kapitel: Die Emser Depesche, S. 300

„Ich bin der bejahenden Theorie nicht blos zur Luxemburger Zeit, sondern auch später, zwanzig Jahre lang, stets entgegengetreten in der Ueberzeugung, daß auch siegreiche Kriege nur dann, wenn sie aufgezwungen sind, verantwortet werden können und daß man der Vorsehung nicht so in die Karte sehen kann, um der geschichtlichen Entwicklung nach eigner Berechnung vorzugreifen.“

11. Kapitel: Die Emser Depesche, S. 301

„Die internationale Politik ist ein flüssiges Element, das unter Umständen zeitweilig fest wird, aber bei Veränderungen der Atmosphäre in seinen ursprünglichen Aggregatzustand zurückfällt.“

18. Kapitel: Der Dreibund, S. 407

„Die Politik ist an sich noch kein Schlachtfeld, sondern nur die sachkundige Behandlung der Frage, ob und wann Krieg nothwendig sein wird und wie er sich mit Ehren verhüten läßt.“

9. Kapitel: Graf Caprivi, S. 514

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 11. September 2026

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