Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte

Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte zählt bis heute zu den meistgelesenen Texten von Karl Marx. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine demokratische Republik innerhalb weniger Jahre in eine autoritäre Herrschaft umschlagen kann. Marx verfolgt den Weg von der Revolution von 1848 bis zum Staatsstreich Louis Napoleons von 1851 und untersucht die gesellschaftlichen Kräfte, die diesen Wandel ermöglichten.

Dabei zeigt Marx, dass politische Macht nicht allein aus dem Handeln einzelner Personen entsteht. Entscheidend sind die gesellschaftlichen Spannungen und Machtverhältnisse, die einzelnen Politikern den Weg an die Macht öffnen.
In einer Zeit, in der rechtspopulistische Parteien und Bewegungen an Einfluss gewinnen, wird auch der „Achtzehnte Brumaire“ neu gelesen.

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Trumps Aufstieg in den USA und der Erfolg der AfD in Deutschland haben das Interesse an Marx‘ Analyse politischer Macht, sozialer Spannungen und autoritärer Entwicklungen neu belebt.
Damit bleibt die Schrift eine prägnante Analyse der Frage, wie parlamentarische Demokratie in autoritäre Herrschaft umschlagen kann.  Erstmals erschienen 1852. Hier frisch aufgelegt als Taschenbuch-Neuausgabe in gut lesbarer Schriftgröße.
Karl Marx. Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte. Erstdruck unter dem Titel „Der 18te Brumaire des Louis Napoleon“ in: Die Revolution. Eine Zeitschrift in zwanglosen Heften. Herausgegeben von J. Weydemeyer, New York, 1. Heft, 1852. Durchgesehener Neusatz. Der Text dieser Ausgabe folgt der von Marx überarbeiteten zweiten Auflage von 1869 sowie dem Vorwort von Friedrich Engels zur dritten Auflage von 1885, nach der Ausgabe: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke, Band 8. Dietz Verlag, Berlin 1960. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.

EAN: 9783753805153
22,0 cm / 15,5 cm / 0,8 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
August 2026 – 104 Seiten

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Berühmte Zitate

„Hegel bemerkt irgendwo, daß alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen. Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.“

Kapitel I, S. 9 der LIWI-Ausgabe

„Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbstgewählten; sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.“

Kapitel I, S. 9

„Die Tradition aller toten Geschlechter lastet wie ein Alp auf dem Gehirne der Lebenden.“

Kapitel I, S. 9

„Die soziale Revolution des neunzehnten Jahrhunderts kann ihre Poesie nicht aus der Vergangenheit schöpfen, sondern nur aus der Zukunft.“

Kapitel I, S. 11

„Die Revolution des neunzehnten Jahrhunderts muß die Toten ihre Toten begraben lassen, um bei ihrem eignen Inhalt anzukommen.“

Kapitel I, S. 11

„Dort ging die Phrase über den Inhalt, hier geht der Inhalt über die Phrase hinaus.“

Kapitel I, S. 11

„Alle Umwälzungen vervollkommneten diese Maschine statt sie zu brechen.“

Kapitel VII, S. 93

„Aber die Revolution ist gründlich. Sie ist noch auf der Reise durch das Fegefeuer begriffen. Sie vollbringt ihr Geschäft mit Methode.“

Kapitel VII, S. 92

„Und wenn sie diese zweite Hälfte ihrer Vorarbeit vollbracht hat, wird Europa von seinem Sitze aufspringen und jubeln: Brav gewühlt, alter Maulwurf!“

Kapitel VII, S. 92

„So wird die große Masse der französischen Nation gebildet durch einfache Addition gleichnamiger Größen, wie etwa ein Sack von Kartoffeln einen Kartoffelsack bildet.“

Kapitel VII, S. 94

„Sie können sich nicht vertreten, sie müssen vertreten werden.“

Kapitel VII, S. 95

„Nur noch der Diebstahl das Eigentum, der Meineid die Religion, das Bastardtum die Familie, die Unordnung die Ordnung!“

Kapitel VII, S. 101

Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 26. August 2026

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