Niels Lyhne

Kaum ein Roman erzählt den Zweifel so schön und so schmerzhaft wie Niels Lyhne.

Jens Peter Jacobsen verbindet Liebesgeschichte, Künstlerroman und Glaubensdrama zu einem stillen Meisterwerk der europäischen Moderne.
Die Wirkung dieses Buches reicht weit über Dänemark hinaus.

Rainer Maria Rilke empfahl Jacobsen als eine der entscheidenden Lektüren überhaupt; Stefan Zweig bewunderte die seelische Feinheit und melancholische Intensität dieses Werks; Sigmund Freud schrieb, Jacobsen habe ihn tiefer berührt als jede andere Lektüre der letzten Jahre.

Niels Lyhne ist ein Klassiker für Leserinnen und Leser, die große Literatur dort suchen, wo Schönheit, Zweifel und Schmerz untrennbar werden.

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Erstmals erschienen 1880. Hier als Taschenbuch-Neuausgabe.

Jens Peter Jacobsen. Niels Lyhne. Aus dem Dänischen übersetzt von Mathilde Mann. Erstdruck: Niels Lyhne. Roman af J.P. Jacobsen. Forlagsmærke. Gyldendalske Boghandels Forlag (F. Hegel og Søn). Thieles Bogtrykkeri. Kjøbenhavn, 1880. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Jens Peter Jacobsen: Niels Lyhne. Hesse und Becker Verlag, Leipzig 1914. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.

EAN: 9783753804590
Der große dänische Klassiker in der meisterhaften Übersetzung von Mathilde Mann. 22,0 cm / 15,5 cm / 1,2 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Juni 2026 – 168 Seiten

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Berühmte Zitate

„Selbst die schönsten Träume, selbst die heißeste Sehnsucht vermögen den Wuchs des Menschengeistes auch nicht um einen Zoll zu erhöhen.“

Erstes Kapitel, S. 7 der LIWI-Ausgabe

„Die Liebe war für ihn vielmehr eine stille, glühende Kohle, die ihrem weichen Aschenbette eine gleichmäßige Wärme entsendet und in gedämpftem Zwielicht das Entferntere verschleiert und das Nahe doppelt nah und doppelt heimisch macht.“

Erstes Kapitel, S. 9

„Sein Glaube war blindlings gegen die Pforten des Himmels angeflogen, und nun lag er mit geknickten Schwingen auf Edelens Grab.“

Viertes Kapitel, S. 35

„Darum lernt sich auch niemand im Traume kennen, wird sich niemand in Träumen seiner Eigentümlichkeiten bewußt, denn der Traum weiß nichts davon, wie man sich begnügt, den Schatz zu gewinnen, wie man ihn fahren läßt, wenn man ihn verliert, wie satt man wird, wenn man genießt, welchen Weg man einschlägt, wenn man entbehrt.“

Achtes Kapitel, S. 65

„Begreifen Sie nicht, welchen Adel das über die Menschheit ausbreiten muß, wenn sie ihr Leben frei leben und ihren Tod frei sterben kann, ohne Furcht vor der Hölle oder Hoffnung auf den Himmel, nur sich allein fürchtend, nur auf sich selber hoffend? Wie wird nicht das Gewissen geschärft werden, welche Festigkeit wird es nicht geben, wenn tatenlose Reue und Demut nichts mehr zu sühnen vermögen, wenn es keine andere Vergebung mehr gibt, als daß man durch Gutes das Böse wieder gutmacht, das man verbrochen hat!“

Neuntes Kapitel, S. 95

„Es wäre so schön gewesen, wenn er nun einen Gott gehabt hätte, zu dem er hätte klagen, zu dem er hätte beten können.“

Vierzehntes Kapitel, S. 166

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 15. Juni 2026