
Die Lage der arbeitenden Klasse in England
„Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ gehört zu den eindrucksvollsten sozialen Dokumenten des 19. Jahrhunderts.
Der junge Friedrich Engels führt seine Leser in die Industriestädte Englands: in enge Gassen, feuchte Kellerwohnungen, überfüllte Fabriken, verschmutzte Arbeiterviertel und eine Welt, in der der Fortschritt der Maschinen mit dem Elend der Menschen erkauft wird.
Aus persönlicher Anschauung und gestützt auf Berichte, Statistiken und zeitgenössische Quellen entwirft er ein Panorama der frühen Industrialisierung.
Buch bestellen
(Anzeige / Affiliatelink)*
Ausbeutung ist für Engels kein zufälliger Missstand, sondern ein strukturelles Ergebnis kapitalistischer Konkurrenz, industrieller Arbeitsteilung und bürgerlicher Herrschaft.
Als Verbindung von Reportage, Gesellschaftsanalyse und politischer Kampfschrift wurde Engels‘ Werk zu einem Vorläufer moderner Sozialforschung und zu einem Grundtext marxistischer Kapitalismuskritik.
Erstmals erschienen 1845. Hier (mit Engels‘ Vorwort zur 2. deutschen Ausgabe) frisch aufgelegt als Taschenbuch-Neuausgabe. Erstdruck: Otto Wigand, Leipzig 1845. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Karl Marx, Friedrich Engels: Werke. Dietz-Verlag, Berlin 1957. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.
EAN: 9783753803753
22,0 cm / 15,5 cm / 1,9 cm ( B/H/T )
Mai 2026 – 300 Seiten
Buch bestellen
(Anzeige / Affiliatelink)*
Berühmte Zitate
„Die englischen Arbeiter nennen das sozialen Mord und klagen die ganze Gesellschaft an, daß sie fortwährend dies Verbrechen begehe. Haben sie unrecht?“
Kapitel „Die großen Städte“, S. 51 der LIWI-Ausgabe
„Die brutale Gleichgültigkeit, die gefühllose Isolierung jedes einzelnen auf seine Privatinteressen tritt um so widerwärtiger und verletzender hervor, je mehr diese einzelnen auf den kleinen Raum zusammengedrängt sind.“
Kapitel „Die großen Städte“, S. 50
„Die Auflösung der Menschheit in Monaden, deren jede ein apartes Lebensprinzip und einen aparten Zweck hat, die Welt der Atome ist hier auf ihre höchste Spitze getrieben.“
Kapitel „Die großen Städte“, S. 50
„Daher kommt es denn auch, daß der soziale Krieg, der Krieg Aller gegen Alle, hier offen erklärt ist.“
Kapitel „Die großen Städte“, S. 50
„Überall barbarische Gleichgültigkeit, egoistische Härte auf der einen und namenloses Elend auf der andern Seite, überall sozialer Krieg, das Haus jedes einzelnen im Belagerungszustand, überall gegenseitige Plünderung unter dem Schutz des Gesetzes.“
Kapitel „Die großen Städte“, S. 50–51
„Der Proletarier ist also rechtlich und tatsächlich der Sklave der Bourgeoisie; sie kann über sein Leben und seinen Tod verfügen.“
Kapitel „Die Konkurrenz“, S. 98
„Oder deutsch gesprochen: Der Arbeiter ist rechtlich und faktisch Sklave der besitzenden Klasse, der Bourgeoisie, so sehr ihr Sklave, daß er wie eine Ware verkauft wird, wie eine Ware im Preise steigt und fällt.“
Kapitel „Die Konkurrenz“, S. 101
„Das Geld ist der Gott dieser Welt.“
Kapitel „Resultate“, S. 133
„Das Elend läßt dem Arbeiter nur die Wahl, langsam zu verhungern, sich rasch zu töten oder sich zu nehmen, was er nötig hat, wo er es findet, auf deutsch, zu stehlen.“
Kapitel „Resultate“, S. 133
„Mir ist nie eine so tief demoralisierte, eine so unheilbar durch den Eigennutz verderbte, innerlich zerfressene und für allen Fortschritt unfähig gemachte Klasse vorgekommen wie die englische Bourgeoisie.“
Kapitel „Die Stellung der Bourgeoisie zum Proletariat“, S. 279
„Für sie existiert nichts in der Welt, was nicht nur um des Geldes willen da wäre, sie selbst nicht ausgenommen, denn sie lebt für nichts, als um Geld zu verdienen, sie kennt keine Seligkeit als die des schnellen Erwerbs, keinen Schmerz außer dem Geldverlieren.“
Kapitel „Die Stellung der Bourgeoisie zum Proletariat“, S. 279
Buch bestellen
(Anzeige / Affiliatelink)*
Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 14. Mai 2026
Buchempfehlungen – Listen zum Stöbern:
- Buchempfehlungen: Die besten Bücher aller Zeiten
- 100 Bücher – Die neue ZEIT-Bibliothek der Weltliteratur
- Lieblingsbücher der Briten: BBC Big Read
- Die 100 Bücher des Jahrhunderts von Le Monde
- Der Kanon: Die deutsche Literatur. Reich-Ranickis Liste
- Liste der 100 besten englischsprachigen Romane
- Die besten Bücher von Frauen – Die Kanon – Sybille Berg
- Die besten Bücher 2024
- Liste der 100 besten englischsprachigen Romane
- Die Zeit Bibliothek der 100 Bücher (1980)
- BBC-Auswahl der 100 bedeutendsten britischen Romane
- Schecks Kanon – Die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur
- BBC-Auswahl der 20 besten Romane von 2000 bis 2014
- Elke Heidenreich: Buchtipps & Lieblingsbücher
- Christine Westermann Buchtipps
- Das Literarische Quartett Bücherliste
„Die besten Bücher“ – Auswahl des LIWI Blogs:
- Die besten Bücher von Edgar Allan Poe
- Die besten Bücher von Stefan Zweig
- Die besten Bücher von Fjodor Dostojewski
- Die besten Bücher von Franz Kafka
- Die besten Bücher von Jack London
- Die besten Bücher von Heinrich Heine
- Die besten Bücher von E. T. A. Hoffmann
- Die besten Bücher von Daniel Defoe
- Die besten Bücher von Heinrich Mann
- Die besten Bücher von Joseph Roth
- Die besten Bücher von Rudyard Kipling
- Die besten Bücher von Eduard von Keyserling
- Die besten Bücher von Else Lasker-Schüler
- Die besten Bücher von Arthur Schnitzler
- Die besten Bücher von Gustave Flaubert
- Die besten Bücher von Hans Fallada
- Die besten Bücher von Joseph Conrad
- Die besten Bücher von Novalis
- Die besten historischen Romane
- Die besten Bücher gegen Rechts
- Die besten Bücher für den Sommer
- Die besten Kinderbücher
- Die besten Gedichte von Rainer Maria Rilke
- Die wichtigsten Literaturepochen
- Was ist ein Klassiker?
„Literaturpreis – Gewinner“:


