Der Untergang des Abendlandes

Oswald Spenglers „Der Untergang des Abendlandes“ gehört zu den einflussreichsten Werken des 20. Jahrhunderts.

Seine Vorstellung eigenständiger, voneinander abgegrenzter Kulturen mit eigenen Entwicklungszyklen wirkte weit über die Weimarer Republik hinaus und beeinflusste unter anderem Samuel P. Huntingtons viel diskutierte These vom „Kampf der Kulturen“.

Zudem ist kaum ein Werk für das Verständnis der geistigen Vorgeschichte des heutigen Rechtsrucks so aufschlussreich wie Spenglers Hauptwerk.

Seine Vorstellungen von kulturellem Niedergang, Elitenherrschaft und Antiliberalismus gehören bis heute zum ideengeschichtlichen Hintergrund rechter politischer Strömungen

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Wer die Neue Rechte verstehen will, muss deshalb auch ihre geistigen Vorläufer kennen.

„Der Untergang des Abendlandes“ wird gerade aus diesem Grund heute wieder weit über konservative Kreise hinaus gelesen und diskutiert.

Hier als Taschenbuch-Neuausgabe im Großformat 19 x 27 cm.

Oswald Spengler. Der Untergang des Abendlandes. Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte. Erstdruck in zwei Bänden: Band 1, Gestalt und Wirklichkeit, Braumüller, Wien und Leipzig 1918; in dritter Auflage C. H. Beck, München 1919, sowie in umgestalteter Ausgabe C. H. Beck, München 1923. Band 2, Welthistorische Perspektiven, C. H. Beck, München 1922.

Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes. Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte. Vollständige Ausgabe in einem Band, C. H. Beck, München 1963. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026. Die Rechtschreibung wurde beibehalten, offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.

EAN: 9783753805214
Umrisse einer Morphologie der Weltgeschichte.

27,0 cm / 19,0 cm / 5,2 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
September 2026 – 752 Seiten

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Berühmte Zitate

„Allgemeingültigkeit ist immer der Fehlschluß von sich auf andere.“

Erster Band, Einleitung, Abschnitt 8, S. 29 der LIWI-Ausgabe

„Die Zivilisation ist das unausweichliche Schicksal einer Kultur.“

Erster Band, Einleitung, Abschnitt 12, S. 36

„Der Krieg ist der Schöpfer aller großen Dinge. Alles Bedeutende im Strom des Lebens ist durch Sieg und Niederlage entstanden.“

Zweiter Band, Viertes Kapitel: Der Staat, II. Staat und Geschichte, S. 630

„Die privaten Mächte der Wirtschaft wollen freie Bahn für ihre Eroberung großer Vermögen. Keine Gesetzgebung soll ihnen im Wege stehen. Sie wollen die Gesetze machen, in ihrem Interesse, und sie bedienen sich dazu ihres selbstgeschaffenen Werkzeugs, der Demokratie, der bezahlten Partei.“

Zweiter Band, Fünftes Kapitel: Die Formenwelt des Wirtschaftslebens, II. Die Maschine, Abschnitt 8, S. 751

„Einst durfte man nicht wagen, frei zu denken; jetzt darf man es, aber man kann es nicht mehr. Man will nur noch denken, was man wollen soll, und eben das empfindet man als seine Freiheit.“

Zweiter Band, Viertes Kapitel: Der Staat, III. Philosophie der Politik, S. 714

„Was ist Wahrheit? Für die Menge das, was man ständig liest und hört. Mag ein armer Tropf irgendwo sitzen und Gründe sammeln, um »die Wahrheit« festzustellen – es bleibt seine Wahrheit. Die andre, die öffentliche des Augenblicks, auf die es in der Tatsachenwelt der Wirkungen und Erfolge allein ankommt, ist heute ein Produkt der Presse. Was sie will, ist wahr. Ihre Befehlshaber erzeugen, verwandeln, vertauschen Wahrheiten. Drei Wochen Pressearbeit, und alle Welt hat die Wahrheit erkannt. Ihre Gründe sind so lange unwiderleglich, als Geld vorhanden ist, um sie ununterbrochen zu wiederholen.“

Zweiter Band, Viertes Kapitel: Der Staat, III. Philosophie der Politik, S. 713

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 08. August 2026

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