Vom glücklichen Leben / Von der Kürze des Lebens

Senecas „Vom glücklichen Leben“ und „Von der Kürze des Lebens“ gehören zu den einflussreichsten Texten der antiken Lebensphilosophie: Was macht ein glückliches Leben aus? Und warum scheint uns die Lebenszeit so oft zu kurz?

Seneca gibt zwei eng miteinander verbundene Antworten: Nicht Reichtum, Vergnügen oder äußerer Erfolg entscheiden über ein gutes Leben, sondern Vernunft, innere Freiheit und der bewusste Umgang mit der eigenen Zeit.

Ein zeitloser Klassiker und ein überraschend gegenwärtiges Buch über die Frage, wie wir leben wollen.

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Grundlage dieser Ausgabe ist die Übersetzung von Albert Forbiger in der von Dr. Heinrich Schmidt überarbeiteten Fassung.
Hier als Taschenbuch-Neuausgabe in gut lesbarer Schriftgröße. Die Rechtschreibung wurde beibehalten, offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.
Seneca. Vom glücklichen Leben. Von der Kürze des Lebens. Übersetzt von Albert Forbiger, ausgewählt von Heinrich Schmidt. Erstdruck der Übersetzung von Albert Forbiger in: Lucius Annaeus Seneca der Jüngere: Ausgewählte Schriften. Übersetzt und durch Anmerkungen erläutert von Albert Forbiger. Krais und Hoffmann, Stuttgart 1866/67. Durchgesehener Neusatz. Der Text dieser Ausgabe folgt der von Heinrich Schmidt überarbeiteten Fassung in: Heinrich Schmidt (Hrsg.): Seneca. Vom glückseligen Leben. Kröners Taschenausgabe, Band 5. Alfred Kröner Verlag, Leipzig 1909. LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag

EAN: 9783753805030
Ein zeitloser Klassiker über Glück, Freiheit und innere Unabhängigkeit. 22,0 cm / 16,0 cm / 0,4 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
August 2026 – 52 Seiten

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Berühmte Zitate

„Wir haben nicht zu wenig Zeit, aber wir verschwenden zu viel davon. Auch zur Vollbringung der größten Dinge ist das Leben lang genug, wenn es nur gut angewendet wird.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 1, S. 29 der LIWI-Ausgabe

„Das Leben ist lang, wenn man es zu gebrauchen versteht.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 2, S. 29

„Wir leben nur des Lebens kleinsten Teil; denn freilich, unsere ganze übrige Dauer ist nicht Leben, sondern Zeit.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 2, S. 30

„Keiner gehört sich selbst; einer reibt sich auf für den andern.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 2, S. 30

„Nichts ist weniger die Sache eines in Anspruch genommenen Menschen, als zu leben, und doch gibt es keine schwerere Kunst, als diese.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 6, S. 34

„Leben aber muß man das ganze Leben hindurch lernen, und worüber du dich vielleicht noch mehr verwundern wirst: auch sterben muß man das ganze Leben lernen.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 7, S. 34

„Niemand wird dir die Jahre wieder schaffen, niemand dich dir selbst zurückgeben.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 8, S. 36

„Das Hinausschieben ist der größte Verlust fürs Leben; es verzettelt immer den nächsten Tag, es entreißt die Gegenwart, indem es auf die Zukunft verweist.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 9, S. 37

„Das größte Hindernis des Lebens ist die Erwartung, die vom Morgen abhängt. Du verlierst den heutigen Tag.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 9, S. 37

„Alles, was kommen wird, steht unsicher; lebe für die Gegenwart!“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 9, S. 37

„Das Leben teilt sich in drei Zeiten: die, welche war, die welche ist und die, welche sein wird. Die wir verleben, ist kurz, die wir verleben werden, zweifelhaft, die wir verlebt haben, gewiß.“

Von der Kürze des Lebens, Abschnitt 10, S. 38

„Nichts bringt uns in größere Übel, als wenn wir uns nach dem Gerede der Leute richten, für das Beste halten, was »allgemein angenommen« ist, nicht nach Vernunftgründen, sondern nach Beispielen leben.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 1, S. 5

„Niemand irrt nur für sich allein, sondern er ist auch Ursache und Urheber fremden Irrtums.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 1, S. 5

„Jeder will lieber glauben als nachdenken.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 1, S. 5

„Glückselig also ist ein Leben, welches mit seiner Natur in Einklang steht.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 3, S. 7

„Glückselig kann auch der genannt werden, der, von der Vernunft geleitet, nichts mehr wünscht und nichts mehr fürchtet.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 5, S. 8

„Daher kann man dreist behaupten, das höchste Gut sei Harmonie mit sich selbst.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 8, S. 11

„Wohlan denn, die Tugend gehe uns voran, dann wird jeder Schritt ein sicherer sein.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 13, S. 14

„Wir sind in einem Königreiche geboren: der Gottheit gehorchen, ist Freiheit.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 15, S. 17

„Ich bin kein Weiser, und – um deiner üblen Meinung noch mehr Nahrung zu geben – ich werde es auch nie sein. Fordere also von mir nicht, daß ich den Besten gleich sei, sondern nur besser als die Schlechten.“

Vom glücklichen Leben, Abschnitt 17, S. 18

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 05. Januar 2026

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