
Gott und der Staat
Gott und der Staat ist eines der berühmtesten Bücher der anarchistischen Bewegung.
1871 geschrieben und erst 1882 veröffentlicht, ist es Michail Bakunins große Abrechnung mit Religion, Staat und autoritärer Macht.
In funkelnden, polemischen und oft unerbittlichen Sätzen beschreibt Bakunin, wie der Mensch seine eigenen Ideale vergrößert, vergöttlicht – und sich ihnen schließlich unterwirft. „Wenn Gott existiert, ist der Mensch ein Sklave; der Mensch kann und soll aber frei sein: Folglich existiert Gott nicht.“ (S. 15 in diesem Buch)
Bakunins Fragen reichen weit über den historischen Anarchismus hinaus:
Sie berühren bis heute Debatten über Staat, Bürokratie, Technokratie, Religion und politische Mündigkeit.
Für politisch Interessierte bleibt dieses Werk faszinierend, weil es nicht nur ein historisches Dokument ist, sondern eine dauerhafte Herausforderung an jedes Denken in Autoritäten. Bakunin fragt, ob Freiheit von oben gewährt werden kann – oder ob sie dort beginnt, wo Menschen aufhören, sich vor geheiligten Mächten zu beugen.
Die Übersetzung von Max Nettlau zählt bis heute zu den meistgelesenen deutschen Fassungen, weil sie den Text in einer prägnanten, eindringlichen Sprache überliefert. Nettlau, selbst einer der wichtigsten Historiker des Anarchismus, machte Bakunins Denken für Generationen deutschsprachiger Leser zugänglich.
Hier als Taschenbuch-Neuausgabe.
Michail Bakunin. Gott und der Staat. Übersetzt von Max Nettlau. Erstdruck: Dieu et l’Etat. Imprimerie Jurassienne, Genève 1882. Erstsdruck der hier vorliegenden Übersetzung: Gott und der Staat, C. L. Hirschfeld, Leipzig 1919. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt dem Erstdruck. Neuausgabe, Göttingen 2026.
EAN: 9783753804552
Der Klassiker des anarchistischen Denkens. 22,0 cm / 15,5 cm / 0,5 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Juni 2026 – 60 Seiten
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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 06. März 2026
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