Der Frauen Natur und Recht

Was ist die „Natur“ der Frau – und wer hat das Recht, sie zu bestimmen? In Der Frauen Natur und Recht wendet sich Hedwig Dohm gegen jene Männer, die Frauen auf Sanftmut, Häuslichkeit und politische Unmündigkeit festlegen wollen.

Mit analytischer Schärfe und satirischem Spott entlarvt sie ein Frauenbild, das weniger aus Wahrheit als aus Machtinteresse besteht.

Dohm fragt nicht demütig, ob Frauen das Stimmrecht verdienen. Sie kehrt die Beweislast um: Warum sollten Frauen, die denken, fühlen, arbeiten und Bürgerinnen des Staates sind, von politischen Rechten ausgeschlossen bleiben?

Schritt für Schritt widerlegt sie die gängigen Einwände gegen das Frauenwahlrecht und zeigt, dass ohne politische Teilhabe auch soziale Reformen machtlos bleiben.

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Der Frauen Natur und Recht ist ein kämpferischer Essay über Freiheit, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Zugleich ist er ein historisches Dokument von großer Aktualität: ein Text, der die deutsche Debatte über das Frauenwahlrecht entscheidend verschärfte und dessen Kernformel bis heute nachhallt: „Die Menschenrechte haben kein Geschlecht“ (Zitat auf S. 87 in diesem Buch).

Hier als Taschenbuch-Neuausgabe.

Hedwig Dohm. Der Frauen Natur und Recht. Zur Frauenfrage. Zwei Abhandlungen über Eigenschaften und Stimmrecht der Frauen. Erstdruck: Wedekind und Schwieger, Berlin 1876. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt dem Erstdruck. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag

Produktdetails
EAN: 9783753804279
Zur Frauenfrage. Zwei Abhandlungen über Eigenschaften und Stimmrecht der Frauen. 22,0 cm / 15,5 cm / 0,7 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Juni 2026 – 88 Seiten

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Berühmte Zitate

Erst wenn die Vernunft sich aller vergilbten Flittern kindischer Phantasien, alles morschen geistigen Gerümpels entledigt hat, erst dann vermag sie ihre Fittige frei zu entfalten, entgegen dem Lichte der Wahrheit.

Die Eigenschaften der Frau, Seite 4 der LIWI-Ausgabe.

Nicht die Geburt, die Lebensatmosphäre ist es fast allein, die den Individuen ihr unvertilgbares Gepräge aufdrückt.

Die Eigenschaften der Frau, Seite 6.

Niemals können Eigenschaften, die man im Allgemeinen für menschliche Schwächen hält, wie Furchtsamkeit, Mangel an That- und Denkkraft u.s.w. Vorzüge des weiblichen Geschlechts sein.

Die Eigenschaften der Frau, Seite 12.

Sie erlischt vor dem Hauch eines kühnen Wortes, sie wird Staub vor dem Lichtschimmer eines wirklichen Gedankens.

Die Eigenschaften der Frau, Seite 16.

Die Frauen fordern das Stimmrecht als ihr Recht. Warum soll ich erst beweisen, daß ich ein Recht dazu habe? Ich bin ein Mensch, ich denke, ich fühle, ich bin Bürgerin des Staats.

Das Stimmrecht der Frauen, Seite 76.

Unter den Quäkern in Amerika ist niemals die Rede von Frauenrechten gewesen. Sie verstanden sich von selbst, es waren einfach Menschenrechte.

Das Stimmrecht der Frauen, Seite 82.

So sind auch die Frauen frei, weil in einem Staate freier Menschen es keine Unfreien geben kann. Die Menschenrechte haben kein Geschlecht.

Das Stimmrecht der Frauen, Seite 87.

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 06. März 2026

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