Fjodor Dostojewski - Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett

Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett

„Iwan Andrejewitsch saß ganz starr auf seinem Sessel da, mehr tot als lebendig, wie man zu sagen pflegt. Er war davon überzeugt, daß das, was sich mit ihm zugetragen hatte, von allen Seiten bemerkt worden war, obgleich gerade in diesem Augenblicke im ganzen Saale sich ein gewaltiger Tumult erhoben hatte und die Sängerin lärmend herausgerufen wurde. Er saß so verlegen da, errötete so und hielt die Augen so ängstlich zu Boden geschlagen, als wenn ihm in einer schönen, zahlreichen Gesellschaft irgendwelche unerwartete, mit der Umgebung arg dissonierende Unannehmlichkeit passiert wäre. Zuletzt entschloß er sich doch, die Augen aufzuschlagen.“

(Zitat auf S. 24 in diesem Buch)

Die humorvolle Erzählung „Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett“ wurde 1860 von Dostojewski aus zwei früheren Geschichten zur heute bekannten Geschichte zusammengefügt.Hier erscheint sie in der vielgelesenen Übersetzung von Hermann Röhl. Frisch aufgelegt in gut lesbarer Schriftgröße.

Fjodor Dostojewski. Die fremde Frau und der Mann unter dem Bett. Ein ungewöhnliches Begebnis. Übersetzt von Hermann Röhl. Erstdruck: 1860. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Sämtliche Romane und Novellen, Insel-Verlag, Leipzig 1921/23.

ISBN: 9783965428430
Oktober 2024 – 48 Seiten
Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2024.

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 05. Januar 2026

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