Essais

Was ist gut, was ist böse? Wie erzieht man Kinder? Was bedeutet Freundschaft, Einsamkeit, Ruhm, Freiheit, Maß oder Erfahrung?

In seinen Essais stellt Michel de Montaigne die großen Fragen des Menschseins nicht als Lehrmeister, sondern als Suchender.

Er beobachtet sich selbst, seine Zeit, die Gewohnheiten der Menschen und die Widersprüche des Lebens – skeptisch, offen, klug und überraschend modern.

Diese Auswahl versammelt zentrale Texte aus Montaignes Werk: über Erziehung und Freundschaft, Gewissensfreiheit und Ruhm, Macht und Einsamkeit und das Verhältnis von Nutzen und Anstand.

Montaigne denkt nicht in starren Systemen; er prüft, tastet, zweifelt und findet gerade darin seine unverwechselbare Form.

Die Übersetzung von Johann Joachim Christoph Bode gehört bis heute zu den beliebtesten deutschen Montaigne-Fassungen, weil sie den lebendigen, persönlichen und gedankenreichen Ton der Essais in ein klassisches, gut lesbares Deutsch überträgt – historisch nah am Werk und zugleich zugänglich für heutige Leserinnen und Leser.

Hier als Taschenbuch-Neuausgabe in gut lesbarer Schriftgröße.
Michel de Montaigne. Essais. Übersetzt von Johann Joachim Christoph Bode. Erstdruck des französischen Originals: Essais, livres I et II, Simon Millanges, Bordeaux 1580. Letzte Ausgabe zu Lebzeiten: Essais, livres I, II et III, Abel L’Angelier, Paris 1588. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Michel de Montaigne: Essays. Übers. v. J. J. C. Bode, Reclam, Leipzig 1967. Die Rechtschreibung wurde beibehalten, offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.

EAN: 9783753804330
Ins Deutsche übertragen von Johann Bode. 22,0 cm / 16,0 cm / 1,9 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Juni 2026 – 268 Seiten

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Berühmte Zitate

„Man muß ertragen lernen, was man nicht vermeiden kann. Unser Leben ist, wie die Harmonie der Welt aus widersprechenden Dingen, gleichfalls aus verschiedenen, langen und kurzen, hohen und tiefen, weichen und rauhen Tönen zusammengesetzt.“

Von der Erfahrung, S. 266 der LIWI-Ausgabe

„Das Wissen ist von geringerem Wert als ein richtiger Verstand. Dieser kann zur Not ohne jenes auslangen; aber nicht dieses ohne jenen.“

Von der Pedanterei, S. 53

„Und wenn das Glück nichts weiter hergibt als die Materie, so ist es unsre Sache, ihr die Form zu geben.“

Das Gefühl für das Gute und Böse hängt großenteils von der Meinung ab, die wir davon hegen, S. 5

„Denn es ist wahrlich eine heftige und listige Schulmeisterin, diese Gewohnheit!“

Von der Angewohnheit und von der Mißlichkeit, gewohnte Gesetze zu ändern, S. 27

„Wenn man in mich dringt, ich soll sagen, warum ich meinen Freund Boëtius liebte, so fühle ich wohl, daß sich das nicht anders ausdrücken läßt, als wenn ich antworte: »Weil’s er war, weil ich’s war.«“

Über die Freundschaft, S. 103

„Meine Meinung ist, man müsse sich andern Menschen borgen und nur sich selbst zum Eigentum geben.“

Man muß seinen Willen beschränken, S. 183

„Ich studiere mich selbst mehr als jeden andern Gegenstand. Ich bin meine Metaphysik und Physik:“

Von der Erfahrung, S. 246

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 16. Mai 2026

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