Wellen

Die Ostsee glitzert im Sommerlicht, die Tage scheinen endlos, und über dem kleinen Fischerdorf liegt die Verheißung eines freien Lebens. Doch unter der heiteren Oberfläche wachsen Unruhe, Begehren und Angst.

Doralice hat ihren älteren Ehemann verlassen und lebt nun mit dem Maler Hans Grill. Für die aristokratische Gesellschaft bleibt sie eine Außenseiterin – und zugleich eine faszinierende Erscheinung, auf die sich heimliche Wünsche und unerfüllte Sehnsüchte richten. Ein Offizier verliebt sich in sie, eine junge Frau macht sie zu ihrem Vorbild, und auch Doralice selbst beginnt an der Sicherheit ihres neuen Lebens zu zweifeln.

Eduard von Keyserlings Roman ist ein kunstvoll komponiertes Spiel aus Licht, Landschaft und seelischer Spannung. Die Wellen werden dabei zum Symbol einer Welt, die sich unaufhörlich verändert, während die Menschen in ihren Rollen, Erwartungen und Ängsten gefangen bleiben.


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Erstmals erschienen 1911. Hier als Taschenbuch-Neuausgabe.
Eduard von Keyserling. Wellen. Erstdruck: S. Fischer Verlag, Berlin 1911. Zuvor in: Neue deutsche Rundschau, Nr. 22, 1911. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Eduard von Keyserling: Gesammelte Erzählungen in vier Bänden, S. Fischer Verlag, Berlin 1922. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.

EAN: 9783753804859
Sommerliche Ostsee und heimliches Begehren vor dem Ende einer alten Welt. 22,0 cm / 15,5 cm / 0,9 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Juli 2026 – 116 Seiten

Hier ein Beitrag des Deutschlandfunks zum 100. Todestag des Autors:

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