
Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft
Mit „Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft“, auch kurz „Anti-Dühring“ genannt, schuf Friedrich Engels eine umfassende Darstellung des marxistischen Denkens.
Ausgehend von Eugen Dührings Anspruch, ein vollständiges System von Philosophie, Ökonomie und Sozialismus vorzulegen, zeigt Engels die inneren Widersprüche dieser Konstruktion auf und entwickelt im Gegenentwurf die Grundzüge des historischen Materialismus.
So wird der „Anti-Dühring“ zu einem Lehrbuch des wissenschaftlichen Sozialismus, das Philosophie, Naturwissenschaft und Gesellschaftstheorie in einer geschlossenen Darstellung verbindet.
Es prägte maßgeblich das Selbstverständnis der sozialistischen Arbeiterbewegung und zählt bis heute zu einem der meistgelesenen Werke von Marx und Engels.
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Erstmals erschienen 1877. Hier nach der letzten von Friedrich Engels durchgesehenen Auflage frisch aufgelegt als Taschenbuch-Neuausgabe.
Friedrich Engels. Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft. „Anti-Dühring“. Erstdruck artikelweise in: Vorwärts, 3. Januar 1877 bis 7. Juli 1878. Erste Buchausgabe: Genossenschafts-Buchdruckerei, Leipzig 1878. Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt: Karl Marx, Friedrich Engels: Werke. Band 20. Dietz-Verlag, Berlin 1962.
ISBN: 9783753802442
Dezember 2025 – 268 Seiten
Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2025.
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Berühmte Zitate
„Die Bewegung ist die Daseinsweise der Materie. Nie und nirgends hat es Materie ohne Bewegung gegeben oder kann es sie geben.“
Erster Abschnitt: Philosophie, Kapitel VI, S. 49 der LIWI-Ausgabe
„Die Natur ist die Probe auf die Dialektik, und wir müssen es der modernen Naturwissenschaft nachsagen, daß sie für diese Probe ein äußerst reichliches, sich täglich häufendes Material geliefert und damit bewiesen hat, daß es in der Natur, in letzter Instanz, dialektisch und nicht metaphysisch hergeht.“
Einleitung, Kapitel I, S. 20
„Diese beiden großen Entdeckungen: die materialistische Geschichtsauffassung und die Enthüllung des Geheimnisses der kapitalistischen Produktion vermittelst des Mehrwerts, verdanken wir Marx. Mit ihnen wurde der Sozialismus eine Wissenschaft, die es sich nun zunächst darum handelt, in allen ihren Einzelnheiten und Zusammenhängen weiter auszuarbeiten.“
Einleitung, Kapitel I, S. 23
„Der moderne Staat, was auch seine Form, ist eine wesentlich kapitalistische Maschine, Staat der Kapitalisten, der Ideelle Gesamtkapitalist.“
Dritter Abschnitt: Sozialismus, Kapitel II, S. 228 (später übernommen in „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“)
„An die Stelle der Regierung über Personen tritt die Verwaltung von Sachen und die Leitung von Produktionsprozessen.“
Dritter Abschnitt: Sozialismus, Kapitel II, S. 230 (später übernommen in „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“)
„Der Staat wird nicht »abgeschafft«, er stirbt ab.“
Dritter Abschnitt: Sozialismus, Kapitel II, S. 230 (später übernommen in „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“)
„Erst von da an werden die Menschen ihre Geschichte mit vollem Bewußtsein selbst machen, erst von da an werden die von ihnen in Bewegung gesetzten gesellschaftlichen Ursachen vorwiegend und in stets steigendem Maße auch die von ihnen gewollten Wirkungen haben.“
Dritter Abschnitt: Sozialismus, Kapitel II, S. 232 (später übernommen in „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“)
„Es ist der Sprung der Menschheit aus dem Reiche der Notwendigkeit in das Reich der Freiheit.“
Dritter Abschnitt: Sozialismus, Kapitel II, S. 232 (später übernommen in „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“)
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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 05. Januar 2026
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