Fjodor Dostojewski - Weihnachtsbaum und Hochzeit

Weihnachtsbaum und Hochzeit

„Neulich sah ich eine Hochzeit … doch nein! Ich will Ihnen lieber von einer Christbaumfeier erzählen. Die Hochzeit war schön; sie gefiel mir sehr, aber die andere Feier war noch schöner. Ich weiß nicht warum, doch als ich die Hochzeit sah, mußte ich an die Christbaumfeier denken.“

(Zitat auf S. 5 in diesem Buch)

Die kurze Erzählung „Weihnachtsbaum und Hochzeit“ veranschaulicht, wie soziale Machtverhältnisse bereits im Kindesalter etabliert und gefestigt werden. Die Szenen um den Weihnachtsbaum sind mehr als nur unschuldige Kinderspiele. Sie spiegeln die rigiden sozialen Strukturen wider. Besonders die Interaktionen zwischen dem reichen Mädchen und dem verarmten Sohn der Gouvernante verdeutlichen, wie Ungerechtigkeit und Unterdrückung bereits in der frühen Kindheit ihren Anfang nehmen. Dostojewski gelingt es nicht nur das Verhalten der Erwachsenen, sondern auch die Auswirkungen auf die Kinder und ihre Entwicklung lebendig zu schildern.

Die Erzählung erschien erstmals 1870 und wird hier in gut lesbarer Schriftgröße frisch aufgelegt.

Fjodor Dostojewski. Weihnachtsbaum und Hochzeit. Aus den Aufzeichnungen eines Unbekannten. Übersetzt von Alexander Eliasberg. Erstdruck des Originals: Jolka i swadba, 1848.Durchgesehener Neusatz, der Text dieser Ausgabe folgt dem Druck unter dem Titel: Christbaum und Hochzeit, Aus den Aufzeichnungen eines Unbekannten, in: Kiepenheuer Verlag, Weimar 1917.

ISBN: 9783965428287
Oktober 2024 – 24 Seiten
Neuausgabe, Göttingen 2024.

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Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 05. Januar 2026

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