Der Doppelgänger

Mitten im nächtlichen Schneesturm begegnet Jakow Goljadkin einem Unbekannten. Der Mann trägt dieselbe Kleidung, hat dasselbe Gesicht und scheint sogar seine Gedanken zu kennen. Es ist sein vollkommenes Ebenbild.

Schon am nächsten Morgen taucht der Doppelgänger in Goljadkins Dienststelle auf. Charmant, gewandt und skrupellos gewinnt er rasch das Vertrauen der Kollegen und Vorgesetzten.

Schritt für Schritt nimmt er den Platz des verunsicherten Beamten ein – bis Goljadkin nicht mehr weiß, ob er Opfer einer Intrige geworden ist oder den eigenen Verstand verliert.

Dostojewskis Werk begeistert bis heute durch seine groteske Komik, psychologische Tiefe und zeitlose Darstellung menschlicher Abgründe.

Hier in der beliebten Übersetzung von Hermann Röhl als Taschenbuch-Neuausgabe.

Fjodor Dostojewski. Der Doppelgänger. Übersetzt von Hermann Röhl. Erstdruck „Dvojnik. Peterburgskaja pöma“ in der Zeitschrift „Otetschestwennyje Sapiski“, Februar 1846. Übersetzung von Hermann Röhl, Insel Verlag, Leipzig, 1921. Vollständige Neuausgabe, Göttingen 2026.
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag

EAN: 9783753804996
Das zeitlose Meisterwerk über die Abgründe der menschlichen Persönlichkeit. 22,0 cm / 16,0 cm / 1,3 cm ( B/H/T )
Juli 2026 – 172 Seiten

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Berühmte Zitate

„Ich bin ein unbedeutender Mensch, das wissen Sie selbst; aber zu meinem Glücke bedaure ich es nicht, daß ich ein unbedeutender Mensch bin.“

Kapitel 2, S. 15 der LIWI-Ausgabe

„Eine Maske trage ich nur auf dem Maskenball und laufe nicht mit ihr alle Tage vor den Leuten umher.“

Kapitel 2, S. 15

„Ich habe Feinde, Krestjan Iwanowitsch, ich habe Feinde, ich habe boshafte Feinde, die geschworen haben, mich zugrunde zu richten …“

Kapitel 2, S. 17

„Sein nächtlicher Freund war kein anderer als er selbst, Herr Goljadkin selbst, ein anderer Herr Goljadkin, aber vollständig derselbe wie er selbst, mit einem Worte, was man nennt, sein Doppelgänger in jeder Beziehung –“

Kapitel 5, S. 51

„Na, du und ich, wir passen zusammen, Jakow Petrowitsch“, sagte unser Held zu seinem Gaste; „wir beide, Jakow Petrowitsch, wollen leben wie die Fische im Wasser, wie zwei leibliche Brüder; wir wollen List anwenden, Freundchen, wollen zusammen List anwenden; wir wollen unsererseits eine Intrige gegen sie einfädeln … gegen sie eine Intrige einfädeln.“

Kapitel 7, S. 71

„Er fühlte, daß er ganz matt und kraftlos wurde, daß die Beine unter ihm einknickten und den Dienst versagten; es kam ihm vor, als ob er überhaupt nicht selbst gehe, sondern von einer besonderen, fremden Kraft vorwärtsgetragen werde.“

Kapitel 11, S. 130

„Sie bekommen vom Staate freie Wohnung, Heizung, Beleuchtung und Bedienung; das ist mehr, als Sie verdienen“, antwortete Krestjan Iwanowitsch; die Antwort klang streng und furchtbar wie ein Urteilsspruch.

Kapitel 13, S. 169

Verfasst von Thomas Löding, LIWI Blog, zuletzt aktualisiert am 05. Januar 2026

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