E. T. A. Hoffmann - Klein Zaches genannt Zinnober

Klein Zaches genannt Zinnober

„Von einem hohen Gebirge umschlossen, glich das Ländchen mit seinen grünen, duftenden Wäldern, mit seinen blumigen Auen, mit seinen rauschenden Strömen und lustig plätschernden Springquellen, zumal da es gar keine Städte, sondern nur freundliche Dörfer und hin und wieder einzeln stehende Paläste darin gab, einem wunderbar herrlichen Garten, in dem die Bewohner wie zu ihrer Lust wandelten, frei von jeder drückenden Bürde des Lebens. (…) und so geschah es denn, daß unter andern auch verschiedene vortreffliche Feen von der guten Art, denen Wärme und Freiheit bekanntlich über alles geht, sich dort angesiedelt hatten. Ihnen mocht‘ es zuzuschreiben sein, daß sich beinahe in jedem Dorfe, vorzüglich aber in den Wäldern sehr oft die angenehmsten Wunder begaben und daß jeder, von dem Entzücken, von der Wonne dieser Wunder ganz umflossen, völlig an das Wunderbare glaubte und, ohne es selbst zu wissen, eben deshalb ein froher, mithin guter Staatsbürger blieb.“

Ein humoristisches Kunstmärchen, welches zugleich die gesellschaftlichen Verhältnisse karikiert – ein Meisterwerk von E. T. A. Hoffmann.

E. T. A. Hoffmann.
Klein Zaches genannt Zinnober.
Ein Märchen.
Erstdruck: Klein Zaches genannt Zinnober. Ein Mährchen herausgegeben von E. T. A. Hoffmann,
Verlag Ferdinand Dümmler, Berlin 1819.
Durchgesehener Neusatz, Textgrundlage ist die Ausgabe: Insel Verlag, Frankfurt 1984.

Vollständige Neuausgabe, LIWI Verlag, Göttingen 2020.
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag

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