Kim

Der Waisenjunge Kim wächst in den Straßen von Lahore auf.
Er kennt die Sprachen, Sitten und Geheimnisse Indiens besser als die meisten Erwachsenen und schlägt sich mit kleinen Botengängen und seinem unerschöpflichen Einfallsreichtum durchs Leben.

Als er einem tibetischen Lama begegnet, der nach einem sagenhaften Fluss der Erlösung sucht, schließt Kim sich ihm als Schüler und Weggefährte an.
Gemeinsam ziehen sie über die Grand Trunk Road durch ein Land voller Händler, Pilger, Soldaten und Abenteurer.

Doch Kims Begabung bleibt dem britischen Geheimdienst nicht verborgen. Schon bald gerät er in das gefährliche „Große Spiel“, den Machtkampf zwischen Großbritannien und Russland um Zentralasien.

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Kim ist ein großer Abenteuer- und Reiseroman über Freundschaft, Identität und einen Jungen, der zwischen verschiedenen Kulturen seinen eigenen Weg sucht.
Hier als Taschenbuch-Neuausgabe in gut lesbarer Schriftgröße.
Rudyard Kipling. Kim. Ein Roman aus dem gegenwärtigen Indien. Erstdruck des englischsprachigen Originals: Macmillan, London 1901. Hier übersetzt von Sebastian Harms. Durchgesehener Neusatz, diese Ausgabe folgt: Rudyard Kipling: Kim. „Vita“ Deutsches Verlagshaus, Berlin 1921. Neuausgabe, Göttingen 2026. Die Rechtschreibung wurde beibehalten, offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert.

EAN: 9783753804392
Eine abenteuerliche Reise durch das Indien der Kolonialzeit. 22,0 cm / 16,0 cm / 1,9 cm ( B/H/T )
LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag
Juni 2026 – 260 Seiten

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Berühmte Zitate

„Und wahrlich, die große indische Heerstraße bietet ein wunderbares Schauspiel. Sie läuft fünfzehnhundert englische Meilen geradeaus, trägt ohne Gedränge Indiens Handelsverkehr – ein Strom von Leben, wie er nirgendwo sonst in der Welt existiert.“

Kapitel 3, S. 54 der LIWI-Ausgabe

„Dies hieß in Wahrheit die Welt sehen: das war Leben, wie es ihm gefiel – Hasten und Schreien, Geklingel von Glocken und Einfangen von Ochsen, und Knirschen von Rädern und Leuchten von Feuern und Kochen von Speisen – und neue Erscheinungen, wohin das neugierige Auge blickte.“

Kapitel 4, S. 68

„Nein, ich bin Kim. Dies ist die große Welt und ich bin nur Kim. Was ist Kim?“

Kapitel 7, S. 106

„Das Ding ist geschehen. Eine Ursache ist in die Welt gegangen und wer, krank oder gesund, wissend oder unwissend, alt oder jung, könnte die Wirkung dieser Ursache zügeln? Steht das Rad still, wenn ein Kind es dreht – oder ein Trunkener? Chela, dies ist eine große und eine schreckliche Welt.“

Kapitel 11, S. 173

„Wenn jedermann tot ist, ist das große Spiel zu Ende. Nicht früher.“

Kapitel 12, S. 197

„Wer die Ursache einer Handlung lesen kann, ist halbwegs zur Freiheit! Zurück auf den Pfad, sagt der Schlag. Die Berge sind nicht für Dich. Du kannst nicht Freiheit wählen und in Knechtschaft der Begierde des Lebens liegen.“

Kapitel 14, S. 232

„Ich habe ihn gefunden. Sohn meiner Seele, ich habe meine Seele zurückgezogen von der Schwelle der Freiheit, um Dich frei zu machen von aller Sünde, wie ich frei und ohne Sünde bin. Gerecht ist das Rad! Gewiß ist unsere Erlösung. Komm!“

Kapitel 15, S. 257

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