Thomas Löding | Autorenseite

Thomas Löding ist Autor in verschiedenen Verlagen, gründete 2018 den LIWI Verlag  und ist als Lehrbeauftragter an der Georg-August-Universität Göttingen tätig. In seiner Freizeit ist er am Amateurtheater als Regisseur und Darsteller aktiv.

 

1. Publikationen als Autor und Herausgeber

Er veröffentlichte unter anderem im Transcript Verlag, bei De Gruyter, im VSA Verlag sowie im LIWI Verlag. Zuletzt erschien von ihm im LIWI Verlag „Einkommen für alle – sozial oder neoliberal?„, ein Buch über das Bedingungslose Grundeinkommen, welches auf seiner Diplomarbeit basiert.

Seine Bücher sind überall im Buchhandel erhältlich sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Bibliotheken.

1.1 Politik mit dem Einkaufswagen – Unternehmen und Konsumenten als Bürger in der globalen Mediengesellschaft

Eine gegenseitige Durchdringung von Zivilgesellschaft und Markt manifestiert sich in der Politisierung des Konsums und der Selbstinszenierung von Unternehmen als sozial verantwortliche Bürger. Dies wirft grundlegende Fragen zur Neubestimmung von Bürgerschaftskonzepten und zur Erweiterung des Handlungsrepertoires von Protestakteuren in spätmodernen Konsumgesellschaften auf. Dabei fungieren (neue) Medien sowohl als Vermittler unternehmerischen Engagements als auch als Plattform für die Ausbildung neuer Protestformen. Der Band liefert einen Beitrag zur aktuellen Diskussion und versammelt Perspektiven von Wissenschaftlern und Praktikern.

 

Rezensionen

Forschungsjournal NSB, 21/2 (2008), Benjamin Ewert
Zeitschrift für Politikwissenschaft online, 27.03.2008
Soziologische Revue, 33 (2010)
umwelt & bildung, 3 (2010), Gabriele Sorgo

Darin der Aufsatz: Geheimwaffe CSR – wozu braucht’s noch Kampagnen?

Thomas Löding, Kay O. Schulze und Jutta Sundermann
https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783839406489-016/html

1.2 Konzern, Kritik, Kampagne! Ideen und Praxis für soziale Bewegungen

International tätige Konzerne profitieren von der neoliberalen Globalisierung – häufig zulasten von Mensch und Umwelt. Konzerne verfügen über gewaltige Ressourcen, mischen sich in politische Entscheidungen ein und setzen ihre Interessen mitunter skrupellos durch. So nutzt der Discounter Lidl seine erhebliche Marktmacht, um Lieferanten zu Dumpingpreisen zu zwingen und sorgt für knallharte Arbeitsbedingungen in seinen Filialen. Coca-Cola lässt unbequeme GewerkschafterInnen in Kolumbien erschießen oder dezimiert mit seinen indischen Produktionsanlagen den lokalen Grundwasservorrat.

Verantwortungsbewusste und engagierte Menschen sind angesichts solcher Ungeheuerlichkeiten aber keineswegs zur Ohnmacht verurteilt. Mit einer konzernkritischen Kampagne ist es möglich, berechtigte Kritik auf den Punkt zu bringen, öffentlich zu machen und Konzerne zum Umsteuern zu bewegen.

Infos und Rezensionen:

Deutsche Digitale Bibliothek

Forschungsjournal Soziale Bewegungen

 

 

 

 

1.3 Einkommen für alle – sozial oder neoliberal?

Einkommen für alle - sozial oder neoliberal? Thomas Löding

Wohl kaum eine andere Idee inspiriert derzeit die politischen Debatten so sehr wie die Forderung nach einem bedingungslosen Grundeinkommen. Von Unternehmern bis zu Arbeitsloseninitiativen, von marktliberalen Ökonomen bis zur Partei DIE LINKE, von der CDU bis zu Attac:
Unter der Bezeichnung „bedingungsloses Grundeinkommen“ fordern Befürworter aus unterschiedlichsten Kreisen nichts Geringeres als eine radikale Umgestaltung des Sozialstaats. Ein individuell ausbezahltes Einkommen für alle, ohne Bedürftigkeitsprüfung und ohne Gegenleistung, ist der Kern der Idee.
Dieses Buch bietet eine Einführung in die derzeit heiß diskutierte Idee des Grundeinkommens und macht zugleich deutlich, warum es von neoliberalen Konzepten abzugrenzen ist. Das Buch basiert (leicht verändert) auf der Diplomarbeit des Autors im Fach Politikwissenschaft. Es wendet sich an Studierende der Sozialwissenschaften sowie alle interessierten Leserinnen und Leser.

Erhältlich im LIWI Verlag und im Bestand mehrerer wissenschaftlicher Bibliotheken:

Bibliothek ULB Münster

Bibliothek Mönchengladbach

Fachhochschule Dortmund, Hochschulbibliothek

 

 

1.4 Herausgeber der Reihe „Wissenschaft im 21. Jahrhundert“

Barbara Vojsk - Zwei Textualisierungen einer Geschichte - 3 Winters / Tri zime von Tena stivicic

 

Zwei Textualisierungen einer Geschichte: Vergleichende Analyse der englischen und kroatischen Fassung des Dramas 3 Winters/Tri zime von Tena Stivicic

„Warum wird ein Drama, das über die Geschichte einer kroatischen Familie handelt, sowohl auf der Bühne in London als auch in Zagreb so positiv aufgenommen? Laut Iser kommt die Bedeutung eines Textes erst im Vorgang der Rezeption zustande. Da der Leser bzw. Zuschauer über bestimmte gruppenspezifische Erfahrungen verfügt, ist die Interpretation des literarischen Werks ausgeprägt sozial und historisch bedingt. Berücksichtigt der Dramentext die Spezifika der Kulturräume seiner impliziten Rezipienten? Wenn ja, welche Abweichungen gibt es dadurch zwischen den Textvorlagen für die Aufführungen in englischer und kroatischer Sprache?

In der vorliegenden Arbeit werden die Ähnlichkeiten und vor allem die Unterschiede zwischen den zwei Fassungen analysiert. Mit diesem Vergleich wird versucht, die Hypothese zu überprüfen, dass es sich dabei nicht um eine reine Übersetzung handelt, sondern um zwei Textualisierungen einer Geschichte.“ von Barbara Voijsk

 

2. Gründer vom LIWI Verlag – Der Literatur- und Wissenschaftsverlag

2018 gründete er den LIWI Verlag.Der LIWI Literatur- und Wissenschaftsverlag ist ein Buchverlag mit Sitz in der Universitätsstadt Göttingen.

3. Lehrbeauftragter an der Georg-August-Universität Göttingen

Seit 2012 ist er Lehrbeauftragter an der Dramaturgischen Abteilung/Theater im OP des Seminars für Deutsche Philologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Hier gibt er Kurse in den Bereichen Dramaturgie, Theaterpraxis sowie Schlüsselqualifikationen (Gruppen und Projekte leiten).

Kreativer Zugang zum Theater

„Ziel dieses Seminars ist es, sich vor den Theaterbesuchen über eigene kreative Gedanken auszutauschen: Wie könnte das Bühnenbild aussehen? Mit welchen Kostümen würden wir die Schauspieler ausstatten? Mit welchem Schauspielertypen würden wir die einzelnen Rollen besetzen?“ Mehr Informationen dazu auf der Uni-Seite.

Gruppen und Projekte leiten

„Wie funktioniert eine erfolgreiche Gruppe? Wie finde ich meine Position innerhalb einer Gruppe? Und wie leite ich gemeinsame Gruppenarbeit an? Im Seminar wird die Arbeit in Gruppen anhand verschiedener Beispiele simuliert und gemeinsam reflektiert. Die Teilnehmenden werden in die Lage versetzt, die Strukturen eines Teams zu erkennen, ihre eigene Position zu bestimmen – und, wenn gewünscht, zu verändern. Darüber hinaus werden Strategien erfolgreicher Führung erarbeitet.“ Mehr dazu

Theaterprojekt

Die Seminare Theaterprojekt I bzw. Theaterprojekt II werden gelegentlich auch  von Thomas Löding angeboten.

„Diese Übung richtet sich an Studierende, die neben der Mitarbeit an einer Theaterproduktion im ThOP, gleichgültig ob in den Bereichen Schauspiel, Regieassistenz, Bühnentechnik, Kostümbild und Maske, Bühnenbau, Öffentlichkeitsarbeit usw., ihre Rolle/Funktion in der Produktion und das Projekt als solches reflektiert betrachten wollen.“

4. Regie und Schauspiel am Amateurtheater

Neben der theoretischen Reflexion in den Theaterseminaren ist Thomas Löding auch immer wieder auf und hinter der Bühne aktiv: Das Theater im OP (ThOP) ist das Universitätstheater der Georg-August-Universität Göttingen und zählt zu den größten Studierendentheatern Deutschlands und Europas. Aufgrund der Vielzahl der Produktionen (ca. 12 Premieren pro Jahr) mit ca. 10.000 Besucher:innen jährlich ist es im Laufe der Jahre zu einem semiprofessionellen Theaterbetrieb geworden, in dem Studierende und Menschen jeden Alters gemeinsam in Theaterprojekten mitwirken. Als Regisseur realisierte er:

Blaubart – Hoffnung der Frauen (Autorin: Dea Loher)

Thomas Löding Regisseur Blaubart Autorin Dea Loher

„Soll ich Ihnen einen Gefallen tun? Soll ich Sie erschießen?“ fragt Eva, eine der Frauen, die sich in diesem Stück Hals über Kopf in Blaubart verlieben. Heinrich Blaubart ist ein mittelmäßiger und unsportlicher Damenschuhverkäufer, der vor der Liebe zu ihm warnt. Am Anfang erscheint alles wie ein Spiel: Seine zahlreichen Begegnungen mit Frauen verlaufen gefühlvoll und absurd; humorvoll und ernst zugleich. Und die Frauen sind zunächst nicht in Gefahr. Doch Blaubart tötet, was er liebt.

Rezensionen / Kritiken dazu auf der Seite des Theaters im OP. Gezeigt als ThOP-Gastspiel am Deutschen Theater Göttingen.

Hautnah (Autor: Patrick Marber)

Dirk Opitz, ThOP, Hautnah, Goettingen, September 2015,

 

 

 

 

 

 

 

 

Gezeigt als ThOP-Gastspiel im d.o.t.s. im Göttinger Börnerviertel

Ein Arzt, eine Stripperin, ein Autor, eine Fotografin: Vier Menschen die leidenschaftlich lieben und lustvoll lügen. Sich unverschämt die Wahrheit sagen und offen betrügen. Ein Stück über das abgründige Spiel jener Menschen, die sich nach Sex und Geborgenheit zugleich sehnen. Der Autor Dan lernt durch Zufall die Stripperin Alice kennen, und die beiden werden ein Paar. In einem Sex-Chatroom lernt Dan unter falscher Identität den Arzt Larry kennen und verleitet ihn zu einem Date mit der Fotografin Anna. Auf einer Fotoaustellung von Anna beginnt sie mit Dan zu flirten, dessen Freundin Alice wiederum Larry kennenlernt.Im Laufe mehrerer Jahre wechseln die Paarkonstellationen, und die komödiantischen Passagen des Stücks wechseln zu melodramatischen.

Shoppen – Speeddating-Komödie (Autor: Ralph Westhoff)

Im Theater im OP (ThOP)

ThOP, Shoppen, Nov. 2016

 

 

 

 

 

 

 

 

»Die scharfsinnigen Dialoge sorgen für ein Feuerwerk an amüsanten Interaktionen im Fünf-Minuten-Takt. … „Shoppen“ bietet 90 Minuten kurzweilige Unterhaltung garniert mit erotischer Spannung, subtiler Tragik und prächtigem Wortwitz. Das Publikum beklatschte die Mitwirkenden der Bühne mit lang anhaltendem Applaus für eine stimmige Inszenierung. Zu Recht.«
Georg Hafner, Kulturbüro Göttingen, 05.11.2016

 

 

 

 

 

 

 

Als Darsteller war Thomas Löding in mehreren ThOP-Produktionen zu sehen, beispielsweise in „Jesus von Texas“ (Autor: DBC Pierre), „Die sexuellen Neurosen unserer Eltern“ (Autor: Lukas Bärfuss), Bent (Autor: Martin Sherman) sowie in der „Operette“ (Autor: Witold Gombrowicz). Außerdem war er Darsteller in der Produktion „Frauennachttaxi“ (Autor: Christian Mahlow) am Jungen Theater Göttingen.

Am Theater war er außerdem als Dramaturgieassistent am Jungen Theater Göttingen (eine Spielzeit mit mehreren Produktionen / Regisseuren) sowie als Hospitant am Schauspiel Hannover in der Produktion „Maria Stuart“ (Autor: Friedrich Schiller, Regie: Dušan David Pařízek) tätig.